Zu Beginn meiner Yoga-Erfahrung hatte ich nur Kontakt mit Sivananda-Yoga und auch wenn ich inzwischen Elemente diverser Yogarichtungen kennen und schätzen gelernt habe, so ist mir die Liebe zu den Mantren geblieben.

Am Ende der Stunde wurde immer das mokṣa-Mantra gesungen, mokṣa bedeutet Befreiung.

Uns wurde beigebracht, dass dieses ein lebensspendendes Mantra ist, dass  vor Unfällen und Krankheiten schützt, Gesundheit, ein langes Leben, Frieden, Befreiung und Wohlstand schenkt.

Ich finde, auch besonders aufgrund dieser Bedeutung, schön es mit und für die Schüler am Ende einer Yogaeinheit zu chanten.

Man sagt, dass man dieses Mantra besonders an Geburtstagen 3, 9, 27 oder 108 mal wiederholen soll.

Man findet auch den Namen Mahamrityunjaya-Mantra.

त्रयम्बकं यजामहे सुगन्धिं पुष्टिवर्धनम् |
उर्वारुकमिव बन्धनान् मृत्योर्मुक्षीय मामृतात् ||

tryambakaṃ yajāmahe sugandhiṃ puṣṭi-vardhanam
urvārukam-iva bandhanān mṛtyor-mukṣīya māmṛtāt

wie es gesungen wird:

Om Tryambhakam Yajamahe
Sugandim Pushtivardhanam
Urvarukamiva Bandhanan
Mrityor Mukshiya Maamritat

Ich finde die Interpretation des Dalai Lama besonders schön!

Die Übersetzung des Sivananda-Zentrums:

Wir verehren den Dreiäugigen (Gott Siva)
Der duftet und alle Wesen nährt,
möge er uns vom Tod befreien um der Unsterblichkeit willen.
So wie eine Gurke von Ihrer Bindung (dem Stengel) gelöst wird.

Auf Wikipedia findet man folgende (ähnliche) Übersetzung  von Karl Friedrich Geldner:

Wir opfern dem Tryambaka, dem duftenden, den Wohlstand mehrenden.
Wie den Kürbis vom Stiel, so möchte ich mich vom Tod, nicht vom Nichtsterben losmachen.

Yogawiki nennt es wieder „Om Tryambakam“

Ich wünsche viel Freude beim Lesen, hören, singen und rezitieren! 🙂