Juni-Selfcare – Sommersonnenwende & feminine Energie
Der Juni fühlt sich oft leicht an, die Tage werden länger, die Natur steht in voller Blüte, alles verlagert sich nach draußen und wir haben oft das Gefühl: Jetzt beginnt endlich der Sommer – und gleichzeitig merke ich jedes Jahr wieder: Der Körper erlebt diese Zeit oft viel sensibler, als wir denken.
Der Kopf wird lauter, das Nervensystem aktiver und viele schlafen schlechter. Die Menschen fühlen sich schneller erschöpft oder reizüberflutet, obwohl eigentlich alles „schön“ sein sollte.
Mehr Licht bedeutet eben nicht automatisch mehr Energie.
In dieser Podcastfolge spreche ich darüber, wie Selfcare im Juni aussehen kann – nicht als weiteres To-do, sondern als Möglichkeit, mitten in dieser hellen, lebendigen Zeit verbunden mit sich selbst zu bleiben.
Die Energie des Juni
Energetisch ist der Juni stark mit der Zwillinge-Zeit verbunden.
Zwillinge ist ein Luftzeichen und steht für Kommunikation, Austausch, Lernen, Bewegung und geistige Aktivität.
Deshalb erleben viele Menschen den Juni als: sozialer, aktiver, neugieriger, beweglicher, aber auch nervöser oder zerstreuter Es ist eine Zeit, die stark nach außen zieht. Menschen treffen, unterwegs sein, Ideen sammeln, mehr erleben wollen – und genau hier entsteht oft dieser Freizeitstress.
Man möchte den Sommer „nutzen“… Es gibt mehr Einladungen, mehr Feste, mehr Termine und weil es so lange hell ist, bleiben viele Menschen automatisch länger wach.
Dabei denke ich immer wieder: Nur weil ich etwas kann, muss ich es nicht auch machen.
Selfcare bedeutet für mich nicht, mich aus dem Leben zurückzuziehen, sondern bewusst wahrzunehmen und mich fragen: Was tut mir gerade wirklich gut?
Juno & die feminine Energie des Juni
Der Juni geht auf die römische Göttin Juno zurück. Juno war die Göttin der Frauen, der Geburt, der Beziehungen und der inneren Würde.
Spannend finde ich dass Juno nicht nur für Partnerschaft oder Weiblichkeit im klassischen Sinn steht, sondern für Selbstachtung, Reifung und bewusste Verbindung mit sich selbst. In der antiken Vorstellung hatte sogar jede Frau ihre eigene „Iuno“ – eine Art weibliche Schutz- oder Seelenkraft. Schön, oder? Ich denke deshalb wirkt der Juni oft so weich, sinnlich und gleichzeitig emotional intensiv.
Die Natur steht jetzt nicht mehr am Anfang wie im Frühling. Sie ist reifer geworden. Rosen blühen, Kräuter entfalten ihre Kraft die Luft wird wärmer und alles wird sinnlicher und körperlicher. Diese feminine Energie zeigt sich deshalb oft nicht in „mehr leisten“ – sondern in: spüren, wahrnehmen, nähren, langsamer werden, verkörpern und sich selbst ernst nehmen
Für mich ist das die Frage dieses Monats: Wovon möchte ich diesen Sommer mehr spüren – nicht mehr leisten?
Sommersonnenwende & Lichtnächte
Die Sommersonnenwende rund um den 21. Juni markiert den längsten Tag des Jahres. Heute verbinden wir Sommer oft automatisch mit:
mehr feiern, mehr wach sein, mehr erleben. Aber traditionell war die Sommersonnenwende eigentlich eher ein bewusster Übergang. Die Sonne erreicht ihren höchsten Punkt und es beginnt bereits die Umkehr. Ab jetzt werden die Tage langsam wieder kürzer. Darum steckt in der Sonnenwende nicht nur Aktivität – sondern auch: Stille, Dankbarkeit, Reflexion, Integration und Naturverbundenheit
Viele Kulturen arbeiteten rund um diese Zeit mit: Feuern, Kräutern, Wasser, Reinigungsritualen, Morgenritualen und Naturbeobachtung. Oft wurde nicht nur der 21. gefeiert sondern auch die Tage rund um den 24./25. Juni – Johannistag und Mittsommer. Diese galten als besondere Übergangszeit. Manche sprechen sogar von Lichtnächten oder Sonnenwendnächten – ähnlich wie eine helle Schwester der Rauhnächte.
Nicht Dunkelheit und Rückzug stehen hier im Vordergrund – sondern: Licht, Lebenskraft, Natur, Klarheit und Erkenntnis Der Unterschied zwischen dem 21. und dem 24./25. ist spannend: Am 21. erreicht die Energie ihren Höhepunkt, danach beginnt sie sich zu setzen.
Es ist wie ein Atemzug: Einatmen, Ausdehnung, Höhepunkt oder Stille, die Pause und Ausatmen. Ich spüre immer mehr, dass auch unser Nervensystem genau diese Bewegung braucht.
Manchmal ist Sommer einfach auch nur anstrengend
Viele Menschen erleben den Sommer körperlich viel anstrengender, als sie glauben. Gerade Hitze, viele Reize, wenig Schlaf und soziale Dauerpräsenz können den Körper stark belasten.
Typische Dinge, die im Sommer häufiger auftreten sind Wasseransammlungen und schwere Beine, Kreislauf-Themen, Überhitzung aber auch Schlafprobleme, innere Unruhe und erhöhte Gereiztheit. Oft versuchen wir dann noch mehr zu funktionieren, dabei braucht der Körper im Sommer häufig etwas ganz anderes. Kühlung und Ruhe, Erdung, weniger Reize und bewusstere Pausen – und natürlich: ausreichend trinken – und was ausreichend ist, hängt von dir selbst ab. Es gibt Richtwerte – und dann gibt es: Alter,
Gerade die Kombination aus Hitze, Alkohol und wenig Schlaf ist für viele Menschen oft sehr anstrengend. Für mich auch, deshalb feiere ich dass es immer mehr alkoholfreie Sommercocktails gibt, die inzwischen auch richtig lecker schmecken!
Mein Highlight für zu Hause ist Wasser mit Kräutern wie Minze Zitronenmelisse, Rosmarin und Basilikum, Gurke, Ingwer und Beeren! Aber auch Äpfel oder Wassermelone sind super! Sie geben den Geschmack ans Wasser ab, erfrischen und schmecken toll!
Super sind auch Schwarztee mit frischer Minze, Apfeltee oder Tees gewürzt mit Kardamom (super lecker auch im Kaffee!), Rosenwasser
Meine Favorits sindalkoholfreie Alternativen wie Laori, die alkoholfreien Martinis – oder – wow! the kind and the cynic von der Nexus-Group! (gefunden in Wien bei Sussitz) – unbezahlte Werbung übrigens!
Was ich daran liebe: Es geht nicht um Verzicht, sondern darum, zu spüren, was dem Körper wirklich guttut und dass es so viele Alternativen gibt ist einfach grandios!
Sinnlichkeit & kleine Rituale
Sinnlichkeit und Luxus sind für mich im Sommer oft ganz einfache Dinge.
Leckeres Wasser, eine Fußmassage, bewusst runterkommen und sich ehrlich fragen: Was brauche ich denn gerade eigentlich?
Ich habe zum Beispiel im Sommer fast immer ein Käppi oder einen Sonnenhut mit, weil ich merke, dass mir die Hitze schnell zu viel am Kopf wird. Ich liebe Lavendel und Minze, manchmal als Tee, manchmal als Duft oder ätherisches Öl, einfach um zwischendurch wieder Frische in den Kopf zu bringen.
Auch Kleidung hat für mich inzwischen viel mit Selfcare zu tun. Früher dachte ich eher: so wenig Stoff wie möglich. Heute weiß ich, wie angenehm natürliche, weite Stoffe wie Leinen sein können, weil der Körper atmen darf und trotzdem geschützt ist.
Barfuß über eine Wiese gehen, die Schuhe ausziehen, die Abendluft spüren, sich bei Hitze Rosenwasser ins Gesicht sprühen kann schon ein kleines Ritual sein. Diese Fülle des Sommers bewusst wahrzunehmen und gleichzeitig in Balance zu bleiben, das ist für mich Sinnlichkeit im Juni.
Nervensystem & soziale Erschöpfung
Viele Menschen denken, sie müssten im Sommer automatisch sozialer und aktiver sein, ber gerade sensible Menschen merken oft: Da sind zu viele Menschen, zu viel Lärm zu lange Parties, zu späte Nächte und zu wenig Rückzug. Das überfordert das Nervensystem. Ich bin früher da einfach drüber gegangen, aber genau hier beginnt die echte Selfcare. Es ist ok, nicht alles mitmachen zu müssen. Wenn ich mich kenne, dann kann ich lernen wahrzunehmen wann wird es mir zu viel wird und was mir hilft.
Was ich tun kann ist kurz rausgehen, bewusst atmen, Wasser trinken, meine Füße spüren, kleine Pausen machen, früher heimgehen oder auch mal etwas raus aus dem Trubel und der Dauerbeschallung. Selfcare bedeutet nicht sich zu isolieren, sondern so zu agieren, das ich es schaffe mich selbst zu regulieren und mich gut um mich zu kümmern.
Kleine Atempausen im Alltag
Im Podcast spreche ich auch über Atemübungen, die ich im Juni besonders gerne nutze. Zum Beispiel Bhramari – die Bienenatmung. Dieses Summen beruhigt das Nervensystem, entspannt den Kopf und bringt den Fokus zurück in den Körper.
Ich spreche auch über Sitali oder Sitkari. Das sind kühlende Atemübungen, die ganz wunderbar in den Sommer passen. Sie helfen bei Hitze, Überreizung, Nervosität und innerer Unruhe
Genau darum geht es auch bei meinem Pocket Yoga – Pocket Yoga ist nicht ein zusätzlicher Yogakurs, es geht auch nicht um Selbstoptimierung oder darum noch etwas in den Tag zu quetschen. Pocket Yoga ist dein Ort für kleine alltagstaugliche Ruheinseln, denn manchmal reichen auch schon 3 bewusste Atemzüge oder summen. Die Schultern lockern, die Hand aufs Herz legen, die Füße bewusst spüren – einfach deine 5 Minuten Auszeit.
Licht und Pause
Der Juni lädt uns nach außen ein, aber erinnert uns gleichzeitig daran, dass auch Licht Ruhe braucht. Wir müssen nicht alles mitnehmen, nicht alles erleben. Ich denke es geht viel mehr darum bewusster wahrzunehmen was in uns und rund um uns passiert.
Was tut mir gut?
Was nährt mich?
Was bringt meinen Körper wieder in Verbindung mit mir selbst?
Selfcare im Juni ist also vielleicht nicht, noch mehr machen – sondern bewusster leben, die Fülle spüren und sich davon nehmen, was passt und den Rest einfach sein lassen.
Pocket Yoga
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5 Minuten Selfcare – Kaffee-Meditation
Manchmal glauben wir, Selfcare müsste groß sein, damit sie wirkt. Genau deshalb liebe ich diese Kaffee-Meditation so sehr. Sie erinnert daran, dass schon wenige Minuten reichen können, um bewusster im Moment anzukommen. Gerade im Juni, wenn alles schneller, heller und voller wird, kann so ein kleiner Moment mit einer Tasse Kaffee oder Tee eine echte Pause für das Nervensystem sein.
https://www.rani-yoga.at/5-minuten/
Routinen stärken
Der Juni bringt oft viele Einladungen, spontane Pläne und einen anderen Rhythmus mit sich. Umso wichtiger können kleine Routinen sein, die uns im Alltag Halt geben. Nicht als starres System, sondern als liebevolle Anker. Dieser Artikel beschäftigt sich damit, wie wir Gewohnheiten entwickeln können, die uns unterstützen statt zusätzlich Druck zu machen.
https://www.rani-yoga.at/routinen-staerken/
🌿 Selfcare in 52 kleinen Dosen
Oft suchen wir nach der einen großen Veränderung und übersehen dabei die kleinen Dinge, die uns täglich nähren können. Diese Buchrezension passt deshalb wunderbar zum Thema Juni-Selfcare, weil sie zeigt, wie viel Wirkung in kleinen Impulsen, Ritualen und bewussten Momenten liegen kann. Nicht Perfektion verändert unser Leben, sondern das, was wir regelmäßig für uns tun.
https://www.rani-yoga.at/selfcare-in-52-dosen-fuehl-dich-wie-neugeboren-buchrezension/
Krisenfest Podcast: https://www.rani-yoga.at/krisenfest
Website: https://www.rani-yoga.at/
Hinweis: In diesem Artikel erwähne ich persönliche Lieblingsprodukte und alkoholfreie Alternativen. Es handelt sich dabei um unbezahlte Empfehlungen und nicht um Werbung im bezahlten Sinn.

