Selfcare im März: Was wir von den Schneeglöckchen lernen können
Stell dir mal vor, du würdest so sehr in dir selber ruhen, dass du die Geduld hättest zu warten, bis der Moment richtig ist. Du könntest alles erzeugen, die Wärme, die Energie, die du brauchst, um zu starten und wärst dann einer der Ersten.
Dann wärst du ein Schneeglöckchen. 🌱 Und genau darum geht es in diesem Beitrag. Der März ist für mich ein besonderer Monat. Ich nutze schon seit einiger Zeit die Kraft der Monate ganz bewusst.
Den Jänner zum Visionieren, den Februar zum Orientierung finden und den März zum langsamen Starten in meine Projekte.
Die Natur macht es uns vor. Die Knospen kommen, die Tage werden länger, die Sonne wird wärmer. Gleichzeitig merkt man aber auch: Es ist noch nicht die volle Energie da. Noch nicht dieses volle „Jetzt geht’s los“. Und genau das ist vollkommen in Ordnung.
Schneeglöckchen – die Selfcare der Natur
Das Bild, das mich heuer besonders begleitet, ist das Schneeglöckchen.
Schneeglöckchen gehören zu den ersten Blumen, die im Jahr erscheinen. Oft stehen sie noch im Schnee. Und sie haben eine Fähigkeit, die ich unglaublich faszinierend finde. Sie können tatsächlich Wärme erzeugen, um den Schnee rund um ihre Triebspitzen zu schmelzen und sich ihren Weg nach draußen zu bahnen. Sie warten nicht auf perfekte Bedingungen sondern beginnen zu wachsen, obwohl es noch kalt ist. Gleichzeitig wachsen sie fast nie alleine. Schneeglöckchen erscheinen in Gruppen. Ein wunderschönes Bild für Zusammenhalt und Gemeinschaft.
Gerade jetzt, rund um den Weltfrauentag, finde ich diesen Gedanken besonders schön. Es geht nicht nur um Selfcare für uns selbst. Es geht auch darum, uns gegenseitig zu stärken. Schneeglöckchen tragen noch eine weitere besondere Eigenschaft in sich: Sie enthalten einen Wirkstoff namens Galantamin, der in der Medizin bei Demenz eingesetzt wird. Gleichzeitig sind sie eine der ersten Nahrungsquellen für Insekten im Jahr. Sie sind sozusagen der erste kleine Versorger im Frühling.
Für mich fühlt sich das ein bisschen an wie die Selfcare der Natur. Alles ist zum richtigen Zeitpunkt da.
Einfach langsam wachsen im März
Der März hat seinen Namen vom römischen Gott Mars. Er steht zwar für Kampf und Durchsetzung, aber ursprünglich auch für Fruchtbarkeit, Wachstum und Lebenskraft. Der Frühling beginnt nicht laut, er beginnt mit kleinen Zeichen. Schneeglöckchen, mehr Licht und längere Tage. Auch astrologisch ist der März ein Übergangsmonat.
Bis zum 20. März befinden wir uns noch in der Energie der Fische. Das ist eine Zeit des Spürens, des Träumens, der Intuition. Eine Phase, in der wir uns fragen: Was ist richtig für mich?
Ab dem 21. März beginnt die Widderenergie. Jetzt geht es um Mut, Initiative und Neubeginn. Der März verbindet diese beiden Kräfte.
Zuerst spüren, dann starten.
Neumond und Frühlingsbeginn
Ein besonders schöner Moment in diesem Jahr ist der Neumond am 19. März 2026. Der Neumond steht immer für Neubeginn und Ausrichtung und direkt danach, am 20. März, folgt die Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche. Tag und Nacht sind gleich lang. Ein Moment der Balance. Wenn du möchtest, kannst du diesen Zeitpunkt nutzen, um dir eine kleine Intention zu setzen.
Eine einfache Frage kann schon reichen:
- Was möchte ich beginnen?
- Oder auch:
- Wie möchte ich mich in den nächsten Wochen fühlen?
Du kannst dir dafür einen kleinen Wunschzettel an dich selbst schreiben. Wichtig ist nur: nicht zu viele Ziele. Eine klare Absicht reicht vollkommen.
Mit Selfcare den Körper im Übergang unterstützen
Der Frühling ist auch eine Zeit der Reinigung. Viele Menschen spüren, dass der Körper jetzt beginnen möchte, Dinge loszulassen. Kleine Selfcare-Rituale können dabei unterstützen.
Zum Beispiel warmes Zitronenwasser am Morgen oder Brennnesseltee und Löwenzahntee, die den Stoffwechsel anregen und den Körper beim Entgiften unterstützen. Eine Praxis, die ich selbst gerade wieder begonnen habe, ist die ayurvedische Selbstmassage, die sogenannte Abhyanga. Dabei massierst du deinen Körper mit warmem Öl – zum Beispiel Sesamöl oder Mandelöl. Diese Massage nährt die Haut, beruhigt das Nervensystem, unterstützt das Fasziengewebe und bringt Erdung.
Hier findest du eine ausführliche Anleitung dazu: https://www.rani-yoga.at/die-ayurvedische-selbstmassage/
Selfcare muss nichts kosten
Selfcare ist kein Luxus, es sind oft die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen. Vielleicht magst du rund um den Weltfrauentag einen Brief an dich selbst schreiben. Einen Liebesbrief.
- Was schätzt du an dir?
- Was hast du im letzten Jahr geschafft?
Du könntest diesen Brief auch mit Spiegelarbeit verbinden. Eine Praxis, die Louise Hay bekannt gemacht hat. Einfach vor den Spiegel stellen und dir selbst sagen:
- Ich liebe dich.
- Du hast das gut gemacht.
- Heute wird ein guter Tag.
Auch ein Spaziergang kann Selfcare sein, Schneeglöckchen in den Gärten bewundern, die ersten Primeln entdecken oder vielleicht eine Tulpe für dich selbst kaufen und dir ein kleines Stück Frühling nach Hause holen.
Atem als Selfcare
Atemarbeit muss nicht kompliziert sein. Für mich bedeutet Atemarbeit vor allem: mich wieder mit meinem Atem zu verbinden. Eine meiner liebsten Übungen ist das Mantra So Ham.
Beim Einatmen denkst du „So“.
Beim Ausatmen „Ham“.
Oder ganz einfach auf Deutsch:
Einatmen: Ich
Ausatmen: Bin
Ich bin.
Eine zweite wunderbare Praxis ist die Wechselatmung.
Du kannst sie ganz simpel üben: Halte das rechte Nasenloch zu und atme ein paar Mal durch das linke Nasenloch.
- Links steht für die lunare Energie – beruhigend.
- Dann wechselst du.
- Halte das linke Nasenloch zu und atme einige Male durch das rechte.
- Rechts steht für die solare Energie – aktivierend.
Deine Mini-Yogapraxis für den März
Wenn du dich ein bisschen bewegen möchtest, kannst du diese kleine Praxis ausprobieren.
- Beginne in Tadasana, der Berghaltung. Stehe aufrecht, die Arme neben dem Körper, der Kopf strebt nach oben.
- Dann streckst du die Arme über den Kopf und neigst dich abwechselnd nach rechts und links.
- Danach kommst du in eine Vorbeuge.
- Die Knie leicht gebeugt, der Oberkörper ruht auf den Oberschenkeln.
- Von dort gehst du in den Vierfüßlerstand, bewegst deine Wirbelsäule mit Katze und Kuh und kommst anschließend in die Stellung des Kindes.
- Danach noch einmal in den herabschauenden Hund und langsam wieder zurück in den Stand.
- Eine kleine Praxis, die deine Wirbelsäule bewegt und den Atem vertieft.
März Reflexion
Du könntest dir im Laufe des Monats ein paar einfache Fragen stellen.
- Was möchte ich loslassen?
- Was nährt mich?
- Was schwächt mich?
- Wie möchte ich mich heute fühlen?
- Welche kleine Handlung kann ich heute setzen?
Pocket Yoga – Selfcare in kleinen Dosen
Wenn du dir Unterstützung im Alltag wünschst, dann schau dir gerne mein Pocket Yoga an. Dreimal pro Woche bekommst du eine kleine Übung – fünf bis sechs Minuten – passend zur Jahreszeit und zur Monatsenergie. Eine Erinnerung daran, dir Zeit für dich zu nehmen.
Mehr dazu findest du hier: https://www.rani-yoga.at/pocketyoga/
Mehr Inspiration zum Thema Selfcare
Wenn du noch tiefer eintauchen möchtest, findest du hier weitere Inhalte:
Selfcare im März – Blogartikel aus dem letzten Jahr
https://www.rani-yoga.at/maerz-neubeginn-balance-selfcare/
Selfcare Blogparade – viele verschiedene Perspektiven auf das Thema
https://www.rani-yoga.at/blogparade-selfcare/
Der März ist kein Sprint
Der März ist ein Übergang, vielleicht können wir uns ein bisschen an den Schneeglöckchen orientieren. Sie beginnen zu wachsen, obwohl es noch kalt ist. Sie schließen ihre Blüten, wenn es zu kalt wird, und sie schaffen sich ihre eigene Wärme.
Vielleicht braucht Selfcare im März genau das. Kleine Räume, in denen Neues wachsen darf.

