Seit Tagen möchte ich eine Valentinstags-Yogapraxis für meinen Bog kreieren und das Thema „Sei nett zu dir selbst“ schreiben. Zuerst waren es zwei unterschiedlichen Themen. Selbstliebe, und das Bewusstmachen wie oft wir Dinge über uns selbst aussprechen, schreiben oder denken – und das Thema Valentinstags-Yoga. Yoga für die Liebe.

Doch je länger ich über das Thema nachgedacht habe, je länger ich überlegt habe, umso klarer kamen diese beiden Themen zusammen. Sie sind zu diesem Artikel verschmolzen indem ich darüber nachdenke warum wir nicht netter zu uns selber sind und dir am Ende eine kleine Yogapraxis fürs mit Fokus aufs Herz zusammen gestellt habe.

Im Moment arbeite ich auch gerade daran mich zu „positionieren“. Mich also zur Marke zu machen, herauszukristallisieren (was für eine schöne Wortfindung!) was mich ausmacht. Und je länger ich darüber nachdenke und je klarer ich auch mit diesem Artikel werde umso deutlicher wird das Hauptthema: Yoga – gemischt mit Sanftheit und Achtsamkeit.

Sanftes Yoga

Sanftes Yoga bedeutet für mich nicht unbedingt, dass es nicht auch schon mal herausfordernd sein darf. Aber. Im Rahmen meiner Möglichkeiten. Und. Sanft-sein bedeutet für mich auch zu akzeptieren was ist und das als Startpunkt zu verwenden. Liebevoll (das Schlüsselwort) und mit viel Aufmerksamkeit zu studieren was mein Körper UND mein Geist gerade brauchen. Dann kann die Yogapraxis auch schon mal herausfordernd sein. Die Sanftheit liegt dann darin, sich ausgiebig in Savasana auszuruhen.

Sanftheit und Güte

Güte, weil es ok sein darf, ok sein muss – wie ich mich gerade fühle. Alle Gefühle sind erlaubt!

Hinsehen, anschauen und nicht urteilen.

Ich übe das täglich. Und ja, es ist manchmal echt nicht einfach. Oft komme ich erst dann dahinter, dass ich zuviel getan habe, wenn ich schon erschöpft bin. Inzwischen geht es leichter und ich merke es früher. Doch da sind noch so viele „ich muss doch… “ Wir müssen gar nichts. Weder lieb noch artig noch angepasst sein. Wir dürfen mutig, stark und kraftvoll sein, liebevoll und auch mal ganz liebevoll nein sagen. Zu anderen – und uns selbst. Es ist auch mal genug – sich genug zu sein.

Sanftheit bedeutet für mich auch Aufmerksamkeit darauf zu lenken was ich wie zu mir sage. Alleine und vor anderen. In der letzten Zeit sind mir sogar Mails UND Interviews (!) untergekommen wo Frauen sich selbst herunter machen. „Das war dumm von mir“…. „Ich entschuldige mich für meine Stimme“ …

Warum sind wir eigentlich so streng zu uns selbst?

Das Ziel des Yoga

Ein Zweck des Yoga ist das Selbststudium mit dem Ziel der Selbst-Er-Kenntnis.

Also mich selbst kennen. Mit all meinen guten und schlechten (?), sagen wir lieber Sonnen- und Schattenseiten. Und so auch ok sein zu dürfen. Natürlich können wir an uns arbeiten, wenn uns etwas nicht an uns gefällt, doch mit Speck fängt man Mäuse. Ich habe noch nicht erlebt, dass negative Konditionierung wirklich lohnend gewesen wäre. Muss ich mich selbst schimpfen wenn mir etwas nicht gelingt oder kann ich es als Testlauf ansehen und als Lernmoment um es beim nächsten Mal besser zu machen?

Was nützen mir negative Gedanken über mich selbst? Gar nichts!

Sie hindern mich nur daran, meine Ziele zu erreichen, weil ich es mir selbst nicht zutraue. Und im einfachsten Fall hindern diese Gedanken mich daran einen schönen Moment und angenehmen Tag zu verbringen.

Ich mag es auch überhaupt nicht, wenn z.B. mein Mann sich selbst schimpft. Ich mag es einfach nicht, dass er so über sich selbst spricht – schließlich hab ich ihn geheiratet – und sicherlich keinen „…………..“ (hier entsprechend einfügen – ich bin mir sicher, dass du, liebe/r LeserIn das kennt) Es hinterlässt ein komisches Gefühl, wenn jemand selbst schlecht über sich spricht..  Wenn ich ein „ich bin so ein  „…………..“ (hier entsprechend einfügen)“ höre oder sage, dann fällt mir dazu nur ein:

Würde ich gerne mit jemandem zusammen sein, der so mit mir spricht?

Und ich komme mir selbst irgendwie ja nicht aus. Wir verbringen 24 Stunden pro Tag mit uns selbst. Wäre es da nicht viel schöner, wir würden und mögen? Oder zumindest einen Waffenstillstand einzuhalten – nicht mehr beleidigend mit uns selbst sprechen? Was wäre die Welt für ein schöner Ort, wären die Menschen ein klein bisschen zufriedener mit sich selbst.

Ich bin leider keine Ausnahme. Ich bin gerne sehr streng zu mir – oder war … zumindest mehr als heute .. und darauf bin ich sehr stolz! 🙂
Zuerst die Arbeit und dann das Vergnügen – wie oft hab ich das als Kind gehört. Und jetzt werde ich es nur langsam los – solche Dinge werden Teil unserer Persönlichkeit – aber will ich das? Will ich so leben? Wann ist die Arbeit denn aus?

Ich bemühe mich immer früher zu bemerken was gerade für ein „Mantra“ in meinem Kopf läuft, dass mir vorschreibt wie lange ich noch zu sitzen habe und was zuerst gemacht werden soll… und ich lerne jeden Tag mich ein bisschen mehr zu mögen – das gelingt mir inzwischen schon sehr gut! 🙂

Dafür nutze ich auch die Spiegelarbeit von Louise L. Hay.. Kurz zusammengefasst bedeutet das: ich lächle mir jeden Tag im Spiegel zu und sage:

Ich liebe dich, so wie du bist! 🙂

Probier es aus!

(oder schau es dir an! – das Video ist auf Englisch) 

Yoga für die Liebe – so ein großes kleines Wort

Liebe – darum geht es doch beim Valentinstag!

Wie wäre es mit einem Geschenk für dich selbst – gleich in der Früh?

Denke einen positiven Gedanken über dich selbst

Mache eine Yogaübung um den Brustraum und die Schultern aufzulockern wie eine Selbst-Umarmung! 🙂

Mir gefällt der Gedanke sich beim Bett und bei der Decke zu bedanken, dass sie uns die ganze Nacht warm gehalten haben (L. Hay)

Wie wäre es mit einer kleinen Valentinstagsyogapraxis – einfach eine zum Wohfühlen?

Die schönsten Geschenke zum Valentinstag sind für mich…

eine Umarmung

ein ernst gemeintes Kompliment

gemeinsame Zeit verbringen

ein Lächeln

ein Kuss

jede kleine Aufmerksamkeit, die mir zeigt, dass der Mensch an mich denkt

Wie begehst du deinen Valentinstag?
Gefällt dir die Yogaeinheit? Ich freue mich über dein Feedback!

Hier kannst du sie dir als PDF herunterladen  Rani_Yoga_Valentinstag 2019