Was die Natur uns über Anerkennung, Fülle und neue Wege lehrt.
Im August beginnt die erste Ernte und die Natur zeigt uns, dass Wachstum nicht nur bedeutet, immer weiterzumachen, sondern auch innezuhalten und wahrzunehmen, was bereits da ist. Das ist der Blog zu meiner Podcastfolge für deine Selfcare im August. Ich nehme dich mit in die Energie dieses Monats, spreche über die erste Ernte, Lughnasadh und teile Gedanken und kleine Rituale, die dich dabei unterstützen können, deine eigene Ernte zu sehen und bewusst in den Herbst zu gehen.
Selfcare im August – Von der Kunst des Erntens
Kennst du dieses Gefühl? Es ist noch Sommer. Die Tage sind warm und wir verbringen möglichst viel Zeit draußen. Und trotzdem verändert sich etwas. Das Licht wird weicher. Die Abende fühlen sich anders an. Ganz langsam kündigt sich an, dass der Sommer nicht ewig bleiben wird und ich liebe diese Zeit sehr!
Ich liebe den Sommer! ☺️ aber diese Zeit des Hochsommers erinnert mich auch daran, wie sanft die Natur ihre Übergänge gestaltet – harte Brüche gibt es kaum, denn jede Jahreszeit geht langsam in die nächste über und je länger ich mich mit dem Jahreskreis und den Monatsenergien beschäftige, desto mehr frage ich mich, ob uns Menschen diese Langsamkeit, diese hinein und hinaus gleiten nicht auch besonders gut tun würde.
Der August ist die Zeit der ersten Ernte
Anfang August feiern wir Lughnasadh, das Fest der ersten Ernte im Jahreskreis und in der Natur wird sichtbar, was in den vergangenen Monaten gewachsen ist, denn die ersten Früchte können geerntet werden. Das Korn ist reif und Kräuter entfalten und um Mariä Himmelfahrt ihre größte Kraft und werden traditionell jetzt geerntet, gesammelt und geweiht.
Diese Zeit erinnert mich daran, dass Wachstum nicht nur bedeutet, immer weiterzumachen, es ist ein Zyklus den man für sich nutzen kann, und in jedem Kreislauf auch einen Moment zu nehmen, um stehen zu bleiben und wahrzunehmen, was bereits entstanden ist.
Was ist eigentlich meine Ernte?
Das ist eine wunderbare Frage und auch wenn wir sie uns immer wieder fragen dürfen in unseren eigenen Jahreszeiten und Rhythmen, so ist der August doch prädestiniert sich auch rituell mit dieser Frage zu beschäftigen. Pause machen und anerkennen statt zu fragen was noch fehlt oder was das nächste Ziel ist und was wir noch schaffen müsste.
Nimm dir kurz die Zeit um innezuhalten und stell dir mal die Frage: Was ist in meinem Leben bereits gewachsen?
Wie geht es dir damit ? Fällt es dir leicht oder schwer dich anzuerkennen? Ich beobachte mich und andere und frage mich immer wieder: Warum fällt uns das so schwer? Wir sehen zuerst die Dinge, die nicht gelungen sind, das, was noch offen ist oder das, was wir gerne besser gemacht hätten und übersehen dabei so leicht, was wir alles bereits geschafft haben.
Schau mal zurück und gibt dir Wertschätzung für Entscheidungen die du getroffen hast, Momente in denen du dich überwunden hast, Wege, die du gegangen bist, Hindernisse, die du überwunden hast.
Es war schwierig aber du bist noch immer da! Du gehst jeden Tag für dich und deinen Traum los? Das ist auch eine Form der Ernte – und wir dürfen auch uns immer wieder dankbar sein – für uns.
Anerkennung ist ein Teil von Selfcare
Für mich bedeutet Selfcare nicht nur Pausen machen oder Yoga üben. Selfcare heißt für mich auch, mich selbst wahrzunehmen, mich nicht ständig nur über das zu definieren, was noch fehlt, sondern auch über das, was bereits da ist.
Das hat nichts mit Selbstoptimierung oder Perfektion zu tun, es braucht bei all dem was uns hilft uns weiter zu entwickeln auch einen liebevollen Blick auf das eigene Leben und auf sich selbst und alle Mühen die wir täglich auf uns nehmen.
Manchmal ist aufstehen und losgehen schon Grund genug dich selbst zu feiern!
Wovon wünsche ich mir mehr?
Kennst du das Video in dem jemand ein Glas nimmt und darin Schlamm verteilt. Dann wird versucht, den Schmutz mit einem Löffel zu entfernen. Das geht natürlich nicht – außerdem verlieren wir dabei Wasser. Das Glas steht immer für uns selbst, denn der erste Impuls ist immer: das entfernen.
Die Frage umzudrehen ist allerdings der Schlüssel, denn statt zu fragen, was muss denn weg, könnte man fragen:
Wovon wünsche ich mir mehr?
Als zum Beispiel: Mehr Ruhe, mehr Zeit in der Natur, mehr Leichtigkeit, mehr Begegnunge, mehr Bewegung,.. Wovon möchtest du mehr?
Im Beispiel mit dem Wasserglas wird einfach klares Wasser nachgeleert, so lange bis der Inhalt des Glases wieder voll ist.
Ich liebe dieses Beispiel, denn das heißt zum Beispiel, wenn ich immer mehr Liebe in mich hinein bringe, immer mehr gute Entscheidungen, Routinen oder schöne Momente, wenn wir beginnen, das Gute bewusst zu nähren, dann verändert sich oft ganz von selbst etwas ohne dass wir mit Druck oder K(r)ampf arbeiten müssen. Es es bleibt das, wovon wir hinzufügen.
Ist das nicht ein wunderschönes Bild?
Auch wenn wir uns klar sein dürfen, dass das bedeutet den Schmutz loslassen und gehen lassen zu müssen.
Vielleicht fällt es uns so schwer uns zu trennen, weil wir den Schmutz gewohnt sind – und da denke ich: du bist es sowas von wert ein grandioses Leben zu führen in dem du dich wohl fühlt!
Lass die Liebe fließen, lass das klare Wasser alles mitnehmen, bis Klarheit übrig bleibt.
Den Sommer bewusst ausklingen lassen
Der Jahreskreis hat so viele Momente in denen wir loslassen dürfen und der August ist so ein Zeitpunkt, an dem der Wunsch, das Leben ein wenig langsamer werden zu lassen, größer wird – wie ist das bei dir? Wir genießen es, draußen sitzen zu können, den Sonnenuntergang anschauen, barfuss über satt-grüne Wiese zu gehen gehen.
Einfach wahrnehmen was ist, die Fülle genießen, das was da ist – ohne etwas erreichen zu wollen, sondern weil dieser Moment gerade da ist und er nie wieder kommt. Genuss ist immer mit dem hier und jetzt verbunden – ist das nicht eine wunderbare Einladung dieses Monats?
Die Verbindung
Seit ich begonnen habe, mich 2023 mit den Rauhnächten zu beschäftigen, tauche ich immer tiefer in die Magie der Monatsenergien ein und bin fasziniert davon dass wir niemals zu spät sein können, dass alles seine Zeit hat – im Jahr und im Leben. (Aktuell kannst du die Rauhnächte 26/27 noch für einen Early Bird-Preis buchen => Rauhnächte 2026/27
Ich wünsche dir einen achtsamen August – vielleicht magst du dir in den nächsten Tagen einfach einmal zehn Minuten Zeit und dich fragen: Was ist meine Ernte? – Ich bin sicher, da ist mehr gewachsen, als du im ersten Moment glaubst. 🌾
Alle Links zu den Dingen die ich in dieser Folge erwähnt habe
Wenn du denkst, dass dir eine geführte Bauchatmung gut täte, findest du sie hier: https://www.rani-yoga.at/bauchatmung/
Mehr Über Kräuter findest du in.meinen Lieblings-Kräuterbuch – hier meine Rezension: https://www.rani-yoga.at/wie-wildkraeuter-wirken-buchempfehlung-kneipp-verlag/
Und weil das gerade Thema war – Findest du unten in diesem Blogbeitrag die Liste für die 108 Dinge, die du noch erleben möchtest https://www.rani-yoga.at/warum-ich-keine-108-wuensche-finde/
Hier kannst du das Transkript zur Podcastfolge finden: 👉 Selfcare im August – Von der Kunst des Erntens
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