Wie nachhaltig bist du wenn es um dich geht?

Steffi Pingel fragt in ihrer Blogparade nach meinen #littlegreensteps – Meine 3 grünen Tipps für Alltag & Business

Zuerst dachte ich: das ist ja ganz einfach! Ich liebe Nachhaltigkeit, aber dann war das doch gar nicht so einfach wie ich dachte.

Warum? Regional einkaufen zum Beispiel wird schwierig, wenn ich zuerst in drei Geschäfte muss bevor ich es dann doch auf Amazon bestelle, weil mir die Differenz von über 20 Euro bei Druckerpatronen dann doch zu teuer sind.

Aber ich hab nicht aufgegeben – auch hier nicht, denn ich denke, dass es doch einige andere Lösungen gibt, die ich vielleicht nur noch nicht gefunden habe.  Nachhaltigkeit ist mir wichtig. Das beginnt damit, das ich mir nicht den 15. Pulli leiste und merke wie traurig ich bin, wenn der Schneider mir mitteilt, dass der Gummi für diese Hose mehr kosten würde als das Teil vor Jahre gekostet hat.

Ich achte beim Einkaufen auf Verpackung und beim Wegwerfen auf Mülltrennung. Ich nutze das Tiefkühlfach um Dinge nicht weg zuwerfen und staune über die Verwandlung mancher Lebensmittel wenn ihr Aggregatzustand so sehr verändert wurde. Vergleiche zum Beispiel Tofu und Bananen 😅

und beim Business?

Ich lege Wert darauf, das mein Druckerpapier recycelt ist und hoffe, dass der Prozess nicht zuviel Wasser benötigt, Drucke auf beiden Seiten um nicht so viel Papier weg zu werfen, verwende Klarsichthüllen noch aus meiner Schulzeit 🙈 .. ich werfe wirklich wenig weg 😅.

Das Buch „Nachhaltig gibt es nicht“* hat mich nachhaltig beeinfusst, was ich mir aber mitgenommen habe ist: trotzdem nicht aufgeben und so gut wie möglich reicht, solange, bis es bessere Möglichkeiten gibt. (* Amazon Affiliate Link)

Aber die Goldnuggets die ich erst vor kurzem entdeckt habe, sind diese hier:

1. Wieder verwenden

Es wird versucht uns einzutrichtern, dass wir immer neuen Content bauchen, dass wir wenn eine Idee nicht funktioniert, wir einfach die nächste nutzen sollen. Ich bin seit 2008 unterwegs und ich habe verstanden:  das einzige was wirklich nachhaltig in deinem Business funktioniert ist:  nicht aufgeben. Sonst sitzen wir auf einem Berg von Content und niemand sieht ihn.

Das ist überall im Leben so. Weniger ist mehr. Nicht ständig neu kaufen, produzieren, brauchen, sondern auf Qualität achten. Was du billig bekommst zahlen wir irgendwo teuer, denn die Welt kann nur funktionieren wenn alle davon leben können was sie tun.

Das stimmt auch für Möglichkeiten. Warum soll ein Tool, eine Situation oder eine Ausbildung nur so lang „gut“ sein, bis das nächste um die Ecke kommt. „Geld verbrennen“ sagt man auch wenn man wieder mal ein Tool probiert hat dass sooo toll geklungen hat und dann am Ende nur eine Frust-Erfahrung mehr ist.

Schnäppchen sind teuer. Meine Ideen wertvoll und die besten Dinge brauchen einfach ihre Zeit.

1a Content-Kreislauf-Wirtschaft

Die meisten, die sich trauen los zu gehen haben ein starkes Warum. Sie wollen die Welt besser machen und enden meistens ein einem Strudel von ich muss noch.

Ich kenne das auch, und eine gute Idee jagt de nächste. Es hat Jahre gedauert bis ich begonnen habe, meine Ideen miteinander zu verbinden und in einen Kreislauf zu bringen. Ich starte erst damit, beginne langsam zu sichten und damit auch zum Beispiel ältere Blogartikel neu zu veröffentlichen, Reels neu zu teilen. Ich suche aber auch Verbindungen, wie ich aus einer Idee mehrere Dinge machen kann. Also Story, Reels, Blogbeiträge und Podcasts. Mit meiner 100 Tage-Reels Challenge produziere ich zwar gerade täglich aber die Inhalte landen auch auf Youtube. Damit hab ich ihrem Lebenszyklus durchaus mehr Dauer gegeben.

2. Brennwert

Ich bin nicht mehr gewillt mich zu verheizen. Ich möchte das tun, was ich gut kann, den Menschen etwas Gutes und gleichzeitig ist mein Ziel davon leben zu können. Fokus auf Leben. Nicht hetzen, struggeln und nur der nächsten Idee hinterherlaufen. Ein Thema – mehrere Möglichkeiten. Zu schauen, wie sich die Arbeit ins Leben einfügt – nicht umgekehrt.

Es gibt Menschen da draussen, die machen das und wenn die das können, kann ich das auch. Allerdings achte ich darauf, dass es meine Ziele bleiben. Was brauche ich zum Leben ist die Frage und die Frage, die du von mir schon kennst: Wie will ich leben und wie will ich mich dabei fühlen.

Nachhaltig heißt hier also den eigenen Ressourcenverbrauch regelmäßig kontrollieren, genauso wie die eigenen Ressourcen. Pausen machen, Grenzen setzen, kleine Schritte machen, Easy does it.

3. Saisonal und Regional

Wenn du dabei zuerst mal an Obst und Gemüse denkst versteh ich das total. Bei mir geht das seit ein paar Jahren auch noch ein Stückchen weiter. Der Jahreskreis, die Monatsenergien, der Mondzyklus – und auch mein Eigener geben immer mehr den Rhythmus vor. Im Fühling und Sommer ist die Energie anders, aber auch die eigenen Jahreszeiten gelten für mich.

Ich arbeite immer mehr mit meinem Rhythmus. Welche Aufgaben stehen an? Was ist wichtig? Welche Energie habe ich gerade.

Je mehr ich mich kennen lerne und je mehr ich darauf achte, was gerade um mich herum ist, umso entspannter kann ich arbeiten. Das Arbeiten wird um das Leben herum geplant.

Das ist nachhaltig, weil ich dabei wirklich viel erledigen kann und gleichzeitig glücklich bin.

und wir landen wieder bei meinem inneren Kompass: Wie will ich leben und wie will ich mich fühlen.

und das sieht einfach immer wieder anders aus – auch weil ich mein Außen nicht kontrollieren kann 😅

Dein Selfcare-Kompass für 0 Euro

Wie nachhaltig gehst du eigentlich mit dir selbst um?

Nachhaltigkeit bedeutet für mich auch, meine eigenen Ressourcen wahrzunehmen. Wo verbrauche ich gerade mehr Energie, als mir zur Verfügung steht? Was darf weniger werden? Was möchte ich weiterverwenden, verändern oder vielleicht ganz sein lassen?

Mit meinem kostenlosen Selfcare-Kompass kannst du genau dort hinschauen: Was läuft gerade richtig gut? Was möchtest du nicht mehr mitnehmen? Wo darfst du selbst für dich losgehen und wo Unterstützung von außen annehmen?

Mit einer Visualisierungsübung und deinen inneren Bildern kannst du deinen ganz persönlichen nächsten Schritt entdecken.

Und das Schöne: Du kannst die Fragen am Kompass jederzeit verändern und ihn für genau das Thema nutzen, das dich gerade beschäftigt. Für diesen Artikel könnte die Frage zum Beispiel sein:

Wie will ich mit meiner eigenen Energie umgehen? . ☺️  👉 Selfcare-Kompass kostenlos herunterladen