Neujahrsvorsätze scheitern nicht an fehlender Motivation, sondern an unserer Lebensrealität

Viele Neujahrsvorsätze kommen aus einem ehrlichen Wunsch heraus. Wir glauben entweder, dass wir etwas tun müssten, oder wir spüren, dass uns etwas in unserem Leben fehlt. Ich möchte abnehmen. Ich möchte mehr Sport machen. Ich möchte aufhören zu rauchen. Ich möchte etwas tun, von dem ich weiß, dass es gut für mich ist.

Warum scheitern diese Vorsätze so oft? Nicht, weil wir nicht motiviert wären. Wir wollen das wirklich. Sie scheitern, weil wir vergessen, dass Veränderung Zeit braucht und dass jeder Vorsatz einen Rahmen braucht, der in unser Leben passt. Einen Rahmen, der unser Leben nicht auf den Kopf stellt, sondern aus unserem Leben heraus schon da ist.

Wenn ich etwas Neues in mein Leben bringen möchte, dann tue ich gut daran, es mit etwas zu verbinden, das bereits da ist.

Unbewegliche Konzepte funktionieren nicht in einem bewegten Leben

Ich bin seit über zwanzig Jahren mit Yoga, Selfcare und Ayurveda unterwegs und ich habe viele Selbstexperimente gemacht, weil ich jemand bin, der mehr Bewegung möchte und weniger Stress. Die perfekte Lösung habe ich nicht gefunden. Aber ich habe Wege gefunden, die für mich gangbar sind.

Und eines habe ich verstanden: Mein Leben ist nicht jeden Tag gleich. Mein Monat ist nicht jeden Tag gleich. Mein Jahr besteht aus zwölf verschiedenen Monaten, in denen jeden Tag neue Eindrücke auf mich einprasseln. Ein unbewegliches Konstrukt kann auf einem sich ständig bewegenden Untergrund nicht funktionieren. Ich brauche etwas, das stabil und flexibel ist.

In unserer Lebensrealität bleibt für uns selbst oft nur wenig Raum

Unsere Lebensrealität ist geprägt von Verantwortung. Wir tragen viel im Außen und im Inneren. Frauen funktionieren. Wir halten. Wir organisieren. Wir sind für andere da. Wir sind darauf ausgerichtet, im Außen möglichst gut zu helfen und unseren Beitrag zu leisten. Und was übrig bleibt, sind oft wir selbst.

Für uns da zu sein, uns selbst zuzuhören, uns sogar zu erlauben, müde zu sein, fällt uns schwer. Das geht eine Zeit lang gut und dann kracht es irgendwann. Ich hatte selbst ein Burnout. Ich habe lange gebraucht, um wieder herauszukommen. Eine Lektion ist mir geblieben: Es geht nicht darum auszusteigen, sondern darum zu schauen, wie ich mir in der Situation, in der ich bin, etwas Gutes tun kann.

Wir wünschen uns vor allem, dass es leichter wird

Fast niemand wünscht sich nicht, dass es ein bisschen leichter wäre. Wir hätten gerne mehr Zeit. Wir haben Ideen, die wir nicht umsetzen können. Wir sind müde am Abend und denken uns: Das kann es doch nicht gewesen sein. Der Moment, in dem du dir denkst, ich bin nicht hundertprozentig zufrieden, den gibt es.

Für mich geht es darum, die Frage zu stellen: Wie kann ich in meinem Leben, in meinem persönlichen Leben, Raum und Zeit für mich schaffen oder mir Raum und Zeit nehmen. Raum und Zeit sind da. Es geht um einen kleinen Shift im Denken. Nicht: Das geht nicht. Sondern: Wie könnte es gehen.

Neue To-dos bringen selten echte Entlastung

Es geht nicht darum, uns neue To-dos hineinzunehmen. Die Mitgliedschaft im Fitnesscenter oder das Einschreiben in einen Kurs sind neue Aufgaben, wenn du keinen Raum dafür hast. Es geht auch nicht darum, etwas zu tun, um etwas zu erreichen. Alles, was wir für uns beginnen zu tun, um uns zu nähren und zu stärken, hat nicht mit Selbstoptimierung zu tun, sondern damit, uns etwas Gutes zu tun. Liebevoll mit uns zu sein. Liebevoll mit uns zu sprechen. Liebevoll über uns zu denken.

Der Wunsch „jeden Tag Yoga“ bedeutet, sich selbst nicht vergessen zu wollen

Ich saß mit einer Freundin beim Weihnachtsessen und sie sagte: Ich möchte nächstes Jahr jeden Tag Yoga machen. Ich kenne diesen Wunsch gut. Es gibt Phasen, da mache ich wirklich jeden Tag Yoga. Und es gibt Phasen, da mache ich es nicht. Nicht, weil ich es nicht will, sondern weil wir nicht jeden Tag gleich sind und weil wir uns selbst immer wieder hinten anstellen.

Bevor ich meine Praxis mache, schreibe ich noch die E-Mail oder erledige noch etwas. Die Priorität ist verschoben. Deshalb funktioniert „jeden Tag Yoga“ nicht, wenn es ein Zwang wird.

Der Wunsch „ich möchte jeden Tag Yoga machen“ bedeutet eigentlich: Ich möchte etwas für mich tun. Ich möchte, dass sich mein Körper gut fühlt. Ich möchte, dass sich meine Seele gut fühlt. Ich möchte dieses Spüren wahrnehmen. Es geht nicht darum, noch etwas zu schaffen, sondern darum, in Kontakt mit sich selbst zu kommen.

Es braucht keine großen Veränderungen, sondern kleine Schritte

Ich glaube, es braucht keine großen Veränderungen. Es braucht kleine Schritte. Mini-Momente. Ich sitze in der U-Bahn und atme. Ich stehe bei der roten Ampel und entspanne die Schultern. Ich höre Musik statt noch einen Podcast. Ich erlaube mir, loszulassen und erfahre, dass nichts zusammenbricht, nur weil ich kurz die Kontrolle abgebe.

Selfcare ist keine Belohnung, sondern etwas Notwendiges

Selfcare darf keine Belohnung werden, wenn alles erledigt ist. Wenn Selbstfürsorge etwas wird, das erst nach der Pflicht kommt, ist es der falsche Ansatz. Selfcare ist notwendig. Wenn du dich niemals an erste Stelle setzt, gibst du deinem Körper, deinem Geist und deiner Seele immer den Impuls: Du bist nicht so wichtig wie alles andere. Und das ist ungesund.

Pocket Yoga ist für mich eine Praxis und keine Aufgabe

Ich habe Pocket Yoga ins Leben gerufen, weil ich etwas schaffen wollte, das in mein Leben passt. Es ist kein Programm. Kein Kurs. Kein Projekt. Keine Aufgabe. Es ist eine Praxis. Eine Erinnerung. Dreimal in der Woche ein kurzer Impuls. Fünf Minuten. Manchmal etwas länger. Zum Hören, zum Sehen, zum Lesen. Oder nur im Geist.

Für mich war wichtig, etwas in die Welt zu bringen, das ich immer bei mir habe. Eine Übung, an die ich mich erinnere. Ein Sitzen. Ein Atmen. Ein Stehen. Eine innere Aufrichtung. Ein Bewusstsein von: Ich bin richtig so, wie ich bin.

Pocket Yoga ist für mich ein Werkzeug, um dich zu erreichen und dich an dich selbst zu erinnern.

Es geht nicht um Perfektion, sondern um Erinnerung

Eine Einladung, kurz innezuhalten und durchzuatmen. Und selbst wenn du nur kurz siehst, dass da wieder etwas für dich da ist, und einmal tief ein- und ausatmest, ist schon etwas passiert.

Wann du es machst, ist deine Entscheidung. Du hast Freiheit und Verantwortung. Die Macht, Dinge bewusst in Momente hineinzubringen, in denen sie dich nähren.

Selbstvertrauen entsteht durch kleine Pausen

Indem ich regelmäßig Pausen mache und immer wieder spüre, wie es mir geht und was ich brauche, entsteht Sicherheit in mir. Ich kann mir selbst vertrauen. Das entlastet mein Nervensystem. Ich kann den Überfluss an Reizen bremsen. Ich bestimme selbst, wann ich was tue.

Fünf Minuten wirken, weil sie dich ernst nehmen

Für mich ist wichtig, dass es einfach ist. Überschaubar. Dass es Selbstwirksamkeit ermöglicht. Wenn Frauen drei Mal pro Woche fünf Minuten für sich da sind, verändert das Leben. Nicht, weil sie perfekt sind, sondern weil sie sich ernst nehmen.

Du musst nicht zu allem kommen. Es geht nicht darum, zu warten, bis du Ruhe hast. Es geht darum, dir die Ruhe zu nehmen. Mit fünf Minuten zu beginnen. Mit einem Atemzug. Mit einer Bewegung.

Die einfachen Dinge sind die wirksamsten

Die einfachen Dinge sind die effektivsten. Es geht nicht darum, etwas zu leisten, sondern etwas zu spüren. Aktiv zu bleiben, ohne Druck. Verantwortung für dich zu übernehmen, statt dich selbst zu vergessen.

Dieser Raum ist für Frauen gedacht, die viel tragen

Ich wünsche mir, dass dieser Raum von Frauen genutzt wird, die viel tragen, viel Verantwortung haben, stark sind und funktionieren. Frauen, die sich selbst so wenig Raum geben und keinen zusätzlichen Anspruch brauchen, sondern eine Erinnerung an sich.

„Ich bin wichtig“ ist für mich eine innere Aufrichtung

Dieses Gefühl „Ich bin wichtig“ ist für mich eine innere Aufrichtung. Nicht egoistisch. Sondern liebevoll wichtig. Du musst dein Leben nicht umbauen, um etwas zu verändern. Du hast die Macht, in deinem Leben Dinge bewusst zu gestalten.

Der goldene Faden der Selbstliebe muss nicht verdient werden. Er ist da. Er erinnert uns daran, wie wunderbar wir sind.

Namaste
deine Rani

Links zum Podcast

Pocket Yoga – deine Erinnerung an mehr Selfcare

Ranis Pocket-Yoga

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