Einen Scheiß muss ich – Selfcare ist kein To-do. Warum das viel weniger bockig ist, als es klingt

Ich steige heute am 16. Juli ein. Ein langsamer Start, denn schon am 22. Juni hat mich Barbara Riedl von den Weiterdenkerinnen darauf gestoßen. Ich war sofort begeistert, aber du kennst das. Dieses Wow, das dann zu einem „Mach ich dann“ wird.

Judith Peters steht für Bloggen. Ihr Slogan „Blog like nobody is reading“ wird hier Programm. Ich werde versuchen, bei so vielen Blogparaden wie möglich teilzunehmen.

Nicht, weil mich die FOMO gepackt hat! (Fear of Missing Out – die Angst, etwas zu versäumen.) Mitnichten. Es ist, weil ich meinen Perfektionismus in seine Grenzen weisen will. Und wie wäre das am besten zu schaffen als mit dem Ziel, maximal 60 (bis 90) Minuten pro Blog zu brauchen.

Alles inklusive.

Just for fun. Einfach, weil ich Freude daran habe, es auszuprobieren, Freude daran habe, zu schreiben und Freude daran habe, mit dir eine Sache zu teilen.

Einen Scheiß musst du.

Das ist die Blogparade, mit der ich hier beginne. Eingeladen dazu hat Silke Geissen und ich glaube, die liebe Silke und ich könnten uns sehr gut verstehen, denn das Thema ist göttlich!

Ich liebe es.

Also hier mein Beitrag zu ihrer wunderbaren Blogparade: Einen Scheiss muss ich.

Einen Scheiß muss ich – warum das viel weniger bockig ist, als es klingt

Was mir dazu einfällt – sehr ungeordnet … oder?

„Du darfst nicht ‚müssen‘ sagen. Müssen ist so negativ.“

Einen Scheiß muss ich, denn ich muss schreiben, muss reden, muss ich sein dürfen, wenn es mich „derreitet“*, also wenn es mich so packt, dass ich muss.

Ich bin ja Selfcare-Passionata und als solche darf ich dir sagen: Einen Scheiß musst du, denn du musst dich nicht um dich selbst kümmern. Du darfst dich weiterhin schlecht fühlen, hinterher, frustriert, ausgelaugt, zu wenig du selbst, fremdbestimmt und was weiß ich noch alles. Du musst kein Yoga machen, du musst dich nicht bewegen. All deine über die Jahre aufgebauten Widerstände, die Abers und Gründe? Pflege sie weiter.

Einen Scheiß musst du, das ist ja vermutlich auch nur wieder so ein Trend, das mit der Selfcare.

Du musst aber auch nicht überall Ja sagen. Du musst nicht lernen, Nein zu sagen. Du kannst auch Vielleicht sagen. Du kannst auch Ja sagen und es dann doch nicht tun. Du musst auch nicht länger arbeiten, als dir guttut (weil du vorher Ja gesagt hast). Du kannst Deadlines (was für ein Wort?!?!) verschieben – es wird nix passieren.

Du musst auch andere nicht ständig über deine Grenzen drübergehen lassen.

Du musst Kochen nicht entspannend finden oder Stricken oder Häkeln oder was auch immer so super angesagt ist. Du musst dich nicht bewegen, du musst nicht gut drauf sein, du musst dein Leben nicht nach der Freude ausrichten.

Musst du alles nicht.

Du kannst allerdings schauen, was es mit dir macht, wenn du das liest.

Einen Scheiß muss ich …

Ich muss nämlich auch nicht immer nett sein, auch wenn ich das gern viel öfter wäre. Ich bin nämlich „hantig“ und das hat einen Grund. Ich habe eine lange Krankheit, zwei Lungentransplantationen und ein Burnout hinter mir (und noch viel mehr) und ich habe eines gelernt: Wenn du nicht für dich losgehst, tut es niemand. Ende der Geschichte.

Und ich habe keine Lust, auf ein Leben zurückzublicken und zu denken: Ach, hätt ich doch.

Die YOLO-Bewegung hat Carpe diem falsch verstanden.

Ein Leben ist zum Leben da – nicht auf diese bescheuerte YOLO-Art (You only live once – du lebst nur einmal … was irgendwie der Freifahrtschein für richtig dumme Ideen ist). (Und ich frag mich gerade: Ist „bescheuert“ auch Wienerisch?)

Das Leben ist dazu da, es zu leben, zu erleben, zu erfahren. Also Freude, Erfüllung, Sinn. Im Yoga-Sprech: Dharma und Bliss.

Geht das immer? Vielleicht mit Pilzen, ich weiß es nicht. Aber wie es für mich geht, ist: auf Fehlern lernen, üben loszulassen, was geht (sehr schwierig – das ist Next Level), Freude finden in dem, was ich tue, und davon mehr machen … und wenn möglich damit noch die Welt ein bisschen besser machen – retten können wir immer nur uns selbst.

Ich kann dir zeigen, wie das geht, wenn du Geduld hast und wirklich, wirklich, wirklich bereit bist, dir selbst mehr zu vertrauen.

Musst du auch nicht.

Also echt.

Und ich?

Einen Scheiß muss ich hier versuchen, dir Mehrwert mitzugeben. Ich muss auch nicht versuchen, dich dazu zu bringen, einfach nur ein bisschen netter zu dir zu sein.

Muss ich nicht – genauso wenig wie hier ein perfektes Ende zu finden.

… wow, das hat richtig gut getan!

Und wie war es für dich? 😏

Schreib’s doch gern in die Kommentare.

Wienerisch für Interessierte

*derreiten – dareidn, was derreiten: etwas fertigbringen; net zum Derreiten: nicht zu zügeln, unerträglich.

Auf Wienerisch bedeutet „derreiten“ (oft in der Form „derreidet“ oder als „derreidn“ ausgesprochen) so viel wie etwas fertigbringen, schaffen oder bewältigen.

hantig

Das Wort hantig (oft auch hauntig) ist ein alter Wiener und bairischer Ausdruck. Er beschreibt zwei Dinge: einen scharfen oder bitteren Geschmack und eine unfreundliche oder schroffe Art bei Menschen.

Mehr zum genauen Wortstamm kannst du auf DWDS oder der Wörterbuch-Plattform Ostarrichi nachlesen.

Weißt du, was du brauchst?

Und wenn du meine nette Seite kennenlernen und dabei noch etwas für dich mitnehmen möchtest, empfehle ich dir meinen Selfcare-Kompass. Denn wenn du weißt, was dir guttut – und was nicht –, findest du viel leichter dein eigenes „Einen Scheiß muss ich.“

👉 Hier kannst du ihn dir direkt holen: Dein Selfcare-Kompass

Silkes Blogparade

Hier findest du auch alles zur Blogparade von Silke:
https://silke-geissen.de/einladung-zur-blogparade-einen-scheiss-muss-ich/

Was ist eigentlich eine Blogparade?

Eine Blogparade ist ein Aufruf an alle, denen es Spaß macht, einen Artikel zu einem bestimmten Thema zu schreiben. Alle Beiträge werden gesammelt, auf dem ursprünglichen Blog verlinkt und miteinander verbunden.

Nicht nur lustig, sondern auch ein geniales Marketinginstrument – und natürlich eine wunderbare Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen.

KI-Kennzeichnung

Das Beitragsbild wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend von mir bearbeitet und gestaltet.