Was passiert, wenn wir Selfcare wirklich leben? Die Selfcare Blogparade im Überblick Teil 2

Was bisher geschah?
Ich habe eine Blogparade gestartet mit dem Thema: Was ist Selfcare für dich?

Ich habe Selfcare immer definiert als etwas, das vielleicht ein bisschen anders ist als nur die Badewanne zwischendurch. Anders als nur das Wochenende, das mich wieder auflädt. Ich habe Selfcare immer damit verbunden, dass ich Verantwortung übernehme für mich selbst.

Im ersten Teil habe ich dir die ersten sieben Beiträge vorgestellt. Und jetzt geht es weiter. In diesem Beitrag findest du Nummer 8 bis 14 – für alle, die lieber lesen als hören.

Warum schreibe ich nicht einfach einen kurzen Überblick? Weil das Thema zu groß ist.

Vor allem, wenn ich lese, was die Frauen – bis jetzt sind es fast ausschließlich Frauen – über Selfcare schreiben. Selfcare ist nämlich nicht nur ein persönliches Thema. Das ist mir in den letzten Wochen sehr klar geworden.

Selfcare ist strukturell.
Selfcare ist politisch.
Selfcare wird existenziell.

Ich habe sogar einen Beitrag geschrieben mit dem Titel: Selfcare ist gefährlich.
Warum gefährlich?

Weil Selfcare dein Denken verändert, dein Leben verändert und weil sie Beziehungen verändern kann.

Wenn du beginnst, Selfcare wirklich zu leben, veränderst du dich und wenn du dich veränderst, verändern sich Erwartungen.
Manche werden nicht mehr erfüllt, manche müssen neu verhandelt werden.

Selfcare bedeutet nicht, plötzlich nur noch auf sich selbst zu schauen. Selfcare bedeutet, sich selbst mitzudenken – und das, was ich für mich tun kann, kann kein anderer für mich tun.

Selfcare kann auch Systeme in Frage stellen.  Nicht mit dem Vorschlaghammer.
Sondern mit der Frage:  Wie können wir es anders machen? und  Wie kann Selfcare für alle funktionieren?

Genau das zeigen die Beiträge 8 bis 14. Selfcare ist nicht immer gemütlich. Das zeigen diese Beitäge, aber sie zu lesen ist unglaublich inspirierend.

Was sich verändert, wenn wir Selfcare leben, sind Zeit, Arbeit, Ansprüche, Perfektionismus, Rollenbilder – und vielleicht irgendwann auch Gesellschaft.

Was passiert, wenn ich Selfcare in meinen Alltag nehme?
Was passiert, wenn ich mich wichtig nehme?
Was passiert, wenn ich aufhöre, nur zu funktionieren?
Was passiert, wenn ich aufhöre, mich ständig zu übergehen?

Diese Fragen ziehen sich wie ein roter Faden durch die folgenden Beiträge.
Und vielleicht auch durch dein eigenes Leben.

Beitrag 8 – Sina Ackermann – Selfcare als Lebensweise

Sina beschreibt Selfcare nicht als einzelne Maßnahme, sondern als Lebensweise. Als viele kleine Gewohnheiten, die sich durch ihr Leben ziehen. Ihr Zugang ist geprägt von Slow Living. Weniger Konsum, mehr Achtsamkeit und mehr Verbindung zur Natur und zu sich selbst.

Selfcare besteht für sie nicht aus seltenen großen Auszeiten, sondern aus kleinen regelmäßigen Handlungen, die den Alltag leichter machen. Struktur, Vereinfachung, bewusste Entscheidungen.  Meal Prep, kleine Rituale, klare Abläufe.
Selfcare wird zu einem Faden, der sich durch das ganze Leben zieht. Präventiv statt erst zu reagieren, wenn Erschöpfung schon da ist.

Zum Blogartikel von Sina:  https://quasinatuerlich.de/was-bedeutet-selbstfuersorge-fuer-mich/

Beitrag 9 – Andrea Forsthuber – Selfcare beginnt im Denken

Andrea beschreibt Selfcare als Überlebensnotwendigkeit und nicht als Luxus. Ein zentraler Punkt ist Perfektionismus und wie sehr er echter Selbstfürsorge im Weg stehen kann.  Selfcare entsteht dort, wo wir uns selbst genauso wichtig nehmen wie andere. Dort, wo wir uns erlauben, Momente zu haben, in denen niemand etwas von uns will. Selfcare ist für Andrea keine einzelne Aktivität, sondern eine Grundhaltung. Sie betont, dass Frauen eine große innere Lösungskompetenz besitzen und lernen dürfen, sich wieder als Expertinnen für ihr eigenes Wohlbefinden zu erkennen.

Zum Blogartikel von Andrea:https://www.lifeboxx.at/selfcare/

Beitrag 10 – Tanja Hug – Selfcare im Sidebusiness

Tanja beschreibt Selfcare im Spannungsfeld von Arbeit, Leidenschaft und Sidebusiness. Wie leicht es passiert, jede freie Minute produktiv nutzen zu wollen. Selfcare ist hier kein Gegenpol zur Arbeit, sondern die Grundlage dafür, langfristig arbeiten zu können, ohne sich selbst zu verlieren. Tanja schreibt über realistische Erwartungen, klare Endpunkte und bewusste Zwischenräume und ihr zentraler Gedanke ist:  Selfcare verhindert, dass man sich beim Aufbau von etwas Eigenem selbst verliert. Zyklisches Arbeiten, Pausen und Grenzen werden zu einem Schutzraum innerhalb von Engagement und Leistungsbereitschaft.

Zum Blogartikel von Tanja:  https://tanjahug.de/blog/selfcare-im-sidebusiness/

Beitrag 11 – Christine Schreiner-Mader –  Selfcare als Entscheidung

Christine beschreibt Selfcare als bewusste Entscheidung, sich selbst ernst zu nehmen und gut mit der eigenen Energie umzugehen.Ein achtsamer Umgang mit sich selbst entsteht nicht automatisch, er will gelernt und immer wieder angepasst werden. Oft reichen wenige Minuten am Tag, kleine Zeitfenster oder in kurzer Moment des Innehaltens. Selfcare beginnt für Christine nicht erst, wenn alles erledigt ist.
Sondern genau dazwischen.

Zum Blogartikel von Christine: https://www.schreiner-mader.at/warum-selfcare-kein-tool-ist/

Beitrag 12 – Martina Klouda-Lacina –  Selfcare als gesellschaftliche Kraft

Martina betrachtet Selfcare aus gesellschaftlicher Perspektive. Selbstfürsorge hat Auswirkungen auf Strukturen und Rollenbilder. Die Anforderungen an Frauen steigen und Selfcare wird oft erst Thema, wenn nichts mehr geht. Wer dauerhaft erschöpft ist, gestaltet weniger mit, wer beginnt, sich ernst zu nehmen, verändert etwas. Selfcare wird hier zu einer fortlaufenden Forschungsreise zu sich selbst und zu einem Ausgangspunkt für Veränderung – persönlich und gesellschaftlich.

Zum Blogartikel von Martina: https://www.frauenstaerken.net/selbstfuersorge-mythen-fakten-und-du/

Beitrag 13 – Jennifer Dillmann – Selfcare beginnt mit wenigen Minuten

Jennifer schreibt aus therapeutischer Perspektive. Viele Menschen wissen gar nicht mehr, was ihnen guttut. Selfcare beginnt mit einfachen Fragen: Was tut mir gut? und Was mache ich aus Freude? Oft reichen fünf bis fünfzehn Minuten am Tag. Atem holen, Bewegung oder ein kurzer Moment für sich. Selfcare bedeutet auch, wieder Zugang zu Freude und Leichtigkeit zu finden.

Zum Blogartikel von Jennifer: https://blog.psychotherapie-dillmann.de/du-bist-wichtig-kummere-dich-um-dich/

Beitrag 14 – Edith Leistner-Olrik –  Bei sich ankommen

Edith beschreibt Selfcare anhand weniger, grundlegender Entscheidungen. Bei sich ankommen, bei sich bleiben und für sich einstehen.  Ein zentraler Schritt: aufhören, sich ständig zu vergleichen und Edith beschreibt wunderbar, wie wenige klare Entscheidungen große Wirkung haben können. Selfcare wird hier zu einem ruhigen inneren Prozess, der Klarheit und Stabilität schafft.

Zum Blogartikel von Edith: https://edith-leistner.olrik.de/2022/01/13/meine-3-aktivitaeten-zur-selbstfuersorge/

Was kannst du in deinem Leben tun?

Ich möchte dich dazu einladen, nachzudenken:  Wie lebst du Selfcare? Was nimmst du aus diesen Beiträgen für dich mit?

Wie sehr würde sich dein Leben verändern, wenn du Selfcare wirklich leben würdest?
Wie würde sich Selfcare in deinem Alltag zeigen?
Was würdest du tun?
Und wie würden andere darauf reagieren?

Vielleicht setzt du dich einfach einmal fünf Minuten hin, legst die Hand auf dein Herz und fragst dich: Wie geht es mir?

Und dann wartest du auf die Antwort.

Alle Beiträge der Blogparade und weitere Gedanken findest du auf meinem Blog.
Ich freue mich, wenn du dich durchliest und mir schreibst, welcher Beitrag dich am meisten berührt hat.

Die Blogparade läuft noch bis Ende Februar, und ein paar Tage länger, weil es schon 26 Artikel sind bis heute, am 21. Februar und ich bis in die erste Märzwoche brauche sie auf Linkedin und Facebook vorzustellen. Machst du auch noch mit?

BlogParade „Was ist Selfcare für dich?“

Was ist Selfcare für dich – Die Blogparade im Überblick – Teil 1