Ich habe die Blogparade gestartet mit der Frage: Was ist Selfcare für dich.
Weil ich gemerkt habe, dass Selfcare mehr ist als ein Schaumbad, mehr als ein Wochenende zum Durchatmen, mehr als ein kurzer Ausstieg aus dem Alltag.

Mich beschäftigt dieses Thema schon lange. Und mit jedem eingereichten Beitrag wird es klarer, wie vielfältig Selfcare ist und wie sehr sie unser Leben berührt. In diesem dritten Beitrag stelle ich die Blogartikel 15 bis 21 vor.

Heute geht es um Disziplin 😱

Nicht um die Disziplin, die uns in den Selbstoptimierungsdruck bringt. Sondern um die ursprüngliche Bedeutung. Lernen. Üben. Dranbleiben. Eine innere Treue zu sich selbst.

Der rote Faden dieser Folge ist: Selfcare braucht eine neue Richtung von Disziplin. Keine Strenge. Kein Drill. Sondern Wiederholung von dem, was uns stärkt. Grenzen setzen. Bedürfnisse wahrnehmen. Und nicht mehr in alte Muster kippen.

Selfcare als Übung

Was mir in diesen Beiträgen auffällt: Selfcare ist kein Gefühl. Sie ist eine Übung.

Im Sport sprechen wir von Disziplinen. Trainingsdisziplin. Mentale Disziplin. Taktische Disziplin. Niemand wird Weltmeisterin aus reiner Motivation. Es braucht Wiederholung. Einen Plan. Den Fokus halten.

Im Alltag ist diese Disziplin unsichtbar. Aber sie wirkt.
Früher eine Pause machen. Nein sagen. Bedürfnisse ernst nehmen. Zeitfenster blockieren. Nicht alles tragen.

Selfcare wird hier zu einem Trainingsfeld. Nicht einmalige Erkenntnisse, sondern etwas, das mit dem Leben mitwächst.

Disziplin nach innen

Wenn du so bist wie ich, dann weißt du, wie man durchhält. Wie man liefert. Wie man funktioniert. Wie man das Rad am Drehen hält.

Aber dafür gibt es keinen Pokal.

Selfcare ist diese leise Form von Disziplin nach innen.
Eine Treue zu dir selbst. Eine Bereitschaft zu lernen. Und zu üben.

Und genau das zeigen diese Beiträge.

Die Beiträge 15 – 21

Petra Strassmayer

Petra schreibt über Selfcare im Familienalltag. Sie beschreibt sie nicht als Rückzug, sondern als bewusste Entscheidung mitten im Leben mit Kindern.  Disziplin zeigt sich bei ihr nicht als Strenge, sondern als innere Wachheit. Früher hinschauen, bevor die Erschöpfung kommt. Nicht nur reagieren, sondern bewusst Pausen nehmen und Bedürfnisse ernst nehmen.

Mich hat berührt, wie sie beschreibt, dass sie irgendwann nur noch eine funktionierende Mama-Hülle war. Und wie sie über körperliche Bedürfnisse wieder zu Pausen, zu Selbstmitgefühl und zu Struktur gefunden hat. Selfcare als tägliche Übung im Trubel. Nicht perfekt. Sondern im Bereich des Möglichen.

Petra’s Beitag zur Blogparade: Selfcare im Familienchaos: So fand ich Frieden – und blieb bei mir 

Julia Ledl

Julia schreibt über Selfcare mit Hund. Struktur und Verantwortung stehen im Mittelpunkt.

Routinen sind hier kein Gegensatz zur Selfcare, sondern ihre Voraussetzung. Hund und Alltag brauchen Verlässlichkeit. Und genau diese Verlässlichkeit ermöglicht Freiheit.

Disziplin wird bei Julia zur Fürsorge. Ein wiederkehrendes Ja zu sich selbst. Zu Verantwortung. Zu Rhythmus. Und ich finde es schön, wie hier sichtbar wird, dass Struktur tragen kann, statt einzuengen.

Julia’s Beitag zur Blogparade: Selfcare im Alltag mit Hund

Carina Erhardt

Carina verbindet Selfcare mit Gesang. Und mit einem fixen Termin im Kalender. Freude ist hier nicht spontan, sondern geplant. Ein verbindlicher Block in der Woche. Ohne Diskussion.

Disziplin bedeutet Priorisierung. Zeit nehmen für das, was nährt. Und es bewusst eintragen, damit es nicht verloren geht. Mich hat das berührt, weil ich selbst lange fixe Termine für mich im Kalender hatte. So wie ein Treffen mit einer Freundin. Verbindlich. Klar. Und lebendig.

Carina’s Beitag zur Blogparade: Warum Gesang für mich Selbstfürsorge ist

Elfriede Petraschka

Elfriede schreibt über Basis, Grenzen und Klarheit. Selfcare ist kein Extra. Sie ist Fundament.Disziplin zeigt sich hier im Nein-Sagen. In der Fähigkeit, nicht mehr alles zu tragen. Nicht mehr wie ein funktionierendes Werkzeug durch den Alltag zu gehen.

Was mich besonders bewegt hat, ist die Verbindung von Grenzen und Körper. Und diese Reife, die entsteht, wenn man lernt, mit den eigenen Ressourcen achtsam umzugehen. Selfcare hat nichts mit Egoismus zu tun. Sie sorgt dafür, dass Kräfte möglichst lange halten.

Elfriede’s Beitag zur Blogparade: Selfcare ist die Basis

Anita Arneiz

Anita schreibt über Kräuter, Schreiben und das Rausgehen um nichts zu erreichen. Selfcare als Wiederholung. Als auf sich selbst hören. Als bewusste, nicht produktive Zeit.

Mich hat dieser Gedanke sehr berührt. In einer Welt voller Optimierung sind diese Atempausen eine Ressource. Natur. Schreiben. Räuchern. Wahrnehmen. Verbunden sein. Es erdet.  Selfcare wird hier zu einer Disziplin des Innehaltens. Und aus dieser Ruhe entsteht Kreativität.

Anita’s Beitag zur Blogparade: Mit Selfcare die Zeit anhalten

Ariane Pieper

Ariane schreibt über Selfcare für sensible Frauen. Und über Abgrenzung.

Sie beschreibt, wie sie begonnen hat zu üben, sich nicht mehr für das Glück anderer verantwortlich zu fühlen. Ein Unterschied zwischen Mitgefühl und Verantwortlichkeit.

Disziplin wird hier zu einem emotionalen Training. Nicht mehr alte Muster bedienen. Nicht mehr den Rucksack anderer tragen. Und in Kauf nehmen, dass sich Beziehungen verändern können.  Mich hat ihre Klarheit beeindruckt. Selfcare bedeutet hier, sich selbst nicht mehr zu übergehen.

Ariane’s Beitag zur Blogparade: Selfcare für sensible Frauen

Judith Bale

Judith beschreibt Selfcare als ehrliche Selbstbegegnung. Wahrnehmen, wie es einem geht. Spüren. Nicht sofort reagieren. Nicht sofort bewerten. Disziplin zeigt sich als Bereitschaft, sich selbst zuzuhören. Räume bewusst zu gestalten. Rückzugsorte. Arbeitsräume. Und immer wieder präsent zu werden.

Mich hat besonders berührt, wie sie über das Aufhören spricht, ständig über sich selbst hinwegzugehen. Unsere Kalender, Wohnungen, Gedanken sind oft voll. Selfcare bedeutet, langsamer zu werden und Dinge bewusst zu genießen.

Judith’s Beitag zur Blogparade: Was ist Selfcare – und was hat das mit meinem Zuhause zu tun?

Was ich aus diesen Beiträgen mitnehme

Disziplin ist nicht unser Gegner.
In ihrer ursprünglichen Bedeutung ist sie Lernen. Üben. Dranbleiben.

Selfcare ist kein einmaliger Impuls. Sie ist eine Lebensweise. Eine wiederholte Entscheidung. Pausen zu machen. Grenzen zu halten. Zeitfenster zu blockieren. Nicht alles zu tragen.

Sie bekommt keinen Applaus. Keinen Pokal. Keine Likes. Aber sie verändert ein Leben. Still. Schritt für Schritt.

Und was ich durch diese Beiträge spüre, ist Frieden. Menschen, die liebevoller mit sich umgehen. Und ich lebe gerne in einer Welt, in der Menschen auf sich achten.

Wenn wir selbst liebevoll mit uns sind, fällt es uns leichter, auch liebevoll mit anderen zu sein.

Ich lade dich ein, die Beiträge in Ruhe zu lesen.
Und vielleicht für dich zu prüfen, wo deine neue Richtung von Disziplin liegt.

BlogParade „Was ist Selfcare für dich?“