Februar Energie: Reinigen, klarer werden, langsamer sein als meine Ideen
Februar kommt von „februare“, reinigen. Und genau so fühlt sich dieser Monat für mich an. Nicht als Startschuss, nicht als Jetzt muss alles losgehen. Sondern als Zwischenraum. Es ist noch kalt. Die Natur beginnt erst ganz langsam. Und ich nehme mir das als Vorbild.
Vielleicht kennst du das auch: Im Jänner passiert gefühlt wenig, und im Februar kommt schon so eine kleine Unruhe. Ideen tauchen auf. Man möchte gern in die Umsetzung. Und gleichzeitig ist man noch müde. Für mich ist das der Punkt, an dem ich mir immer wieder sage: Es geht noch nicht ums Umsetzen. Es geht um Klärung.
Manchmal gibt es Verzögerungen bei der Umsetzung einer Idee, weil der richtige Moment noch nicht da ist. Und manchmal, weil noch eine bessere, leichtere Lösung auftaucht. Ich habe das so oft erlebt: Ich zerbreche mir den Kopf, warum etwas nicht geht. Und dann kommt von irgendwo eine Idee, die sich auf einmal ganz leicht realisieren lässt.
Ich glaube, im Februar geht es nicht darum, dass wir besser werden, sondern dass wir klarer werden. Dass unsere Ausrichtung klarer wird. Damit wir dann im März, April und Mai wirklich in die Umsetzung gehen können.
Februar und Sterne
Wenn ich mir die Sternzeichen Energie hernehme, dann ist der Wassermann für mich der Visionär. Der, der Ideen hat. Der neue Perspektiven bringt. Und dann kommen die Fische. Die Fische sind weich, sie gehen eher in den Rückzug. Sie sind beweglich, aber nicht auf Fokus getrimmt. Eher auf Spüren.
Und ich habe irgendwo den Satz gelesen: „Ich darf langsamer sein als meine Ideen.“ Der hat mich sofort runtergeholt. Vielleicht ist das ein Satz, den du dir auch für diesen Monat mitnehmen magst.
Feste & Daten im Februar 2026
Wir starten den Februar mit einem besonderen Fest. Am 1. und 2. Februar wird Imbolc gefeiert. Wir feiern, dass die Natur zurückkommt. Die Tage werden länger. Es ist das erste Licht. Es wird Keimkraft und Hoffnung auf neues Leben gefeiert. Ich habe auch gelesen, dass es eine Zeit war, in der Vögel die ersten Eier gelegt haben, und dass Eier damals eine begehrte Nahrung waren, weil so viel Kraft drin ist. Im Christentum wird am 2. Februar Maria Lichtmess gefeiert.
Der Mond im Februar 2026
Am 1. Februar ist außerdem Vollmond. Der Vollmond im Löwen erinnert dich daran, dass du dein Leben nicht aus Pflicht, sondern aus Freude und Herzenskraft gestalten darfst.
Der Neumond ist am 17. Februar. Für mich ist das ein Tag für ein inneres Reset. Noch einmal die Ausrichtung anschauen. Ziele anschauen. Wo brauche ich noch mehr Klarheit. Und ja, selbst wenn man nicht „dran glaubt“, kann man es probieren. Es schadet nicht, sich hinzusetzen und ehrlich zu schauen, was gerade wirklich dran ist.
Rund um diese Zeit beginnt auch die Fastenzeit am 18. Februar. Und davor liegt noch der 14. Februar, der Valentinstag.
Und am 26. Februar ist ein Tag, der in meiner Februarsammlung besonders auftaucht: der Tag der Göttin Hygieia.
Die Göttinnen im Februar und was sie mir heute sagen
Zu Imbolc gehört Brigid. Für mich steht sie für das innere Licht, für Inspiration und für Heilung. Nicht als großes Drama, sondern als leise Flamme. Als Erinnerung: Da ist schon Licht da, auch wenn es noch Winter ist. Da ist schon Leben da, auch wenn es noch langsam ist.
In meinen Notizen taucht auch Juno Februata auf. Das ist für mich vor allem die Erinnerung daran, dass Februar historisch ein Monat der Reinigung war. Ausmisten, Altes loslassen, Raum schaffen. Nicht perfekt, nicht als Großprojekt, sondern als Bewegung in Richtung leichter.
Und am Ende des Monats steht Hygieia. Ich mag ihre Botschaft sehr, weil sie so unaufgeregt ist. Sie steht für Gesundheit und Fürsorge, für Rhythmus, für Prävention. Für Balance. Nicht mehr. Nicht weniger. Und genau das ist für mich Februar Selfcare: Maß finden, damit wir uns gesund erhalten können.
Selfcare Rituale im Februar
Imbolc ist für mich ein Lichtfest. Kerzenrituale passen da wunderbar. Eine Kerze ist ein schönes Symbol für Licht und Erhellung. Und du musst daraus keine große Meditation machen. Du kannst dich einfach hinsetzen, dir einen Tee machen, die Kerze anzünden und dir eine Frage stellen. Vielleicht schreibst du ein paar Gedanken dazu auf. Nicht um sofort eine Antwort zu haben, sondern um den Faden aufzunehmen.
Alles, was du mit Wasser machen kannst, passt für mich auch sehr gut. Duschen, und dir dabei vorstellen, dass nicht nur dein Körper gereinigt wird, sondern dass du innerlich klarer wirst. Ich stelle mir manchmal auch helles Licht vor, das die Zellen erfrischt. Du kannst auch bewusst die Hände waschen, das Wasser über die Hände laufen lassen und es mit Atmung verbinden. Ausatmen, loslassen.
Und dann mag ich diese kleinen Ordnungsmomente. Lüften. Kleine Ecken. Kleinigkeiten. Keine Großprojekte. Nur das, was gerade dran ist, wenn du es siehst und wenn du die Zeit hast.
Fastenzeit lebt jede anders. Für mich ist es jedes Jahr die Frage: Was kann ich weglassen. Womit geht es mir leichter. Das kann Social Media sein, Kaffee, Schokolade, Erwartungen, ständiges Handy in der Hand. Vielleicht auch einfach weniger Input und dafür ein Buch. Du musst nichts Schweres auswählen. Eher etwas, das dich wirklich entlastet.
Die Praxis: Yoga und Atmung im Februar
Für mich ist Yoga im Februar erdend, klärend und nicht fordernd. Ich mag stehende Positionen. Tadasana. Ein Krieger, in dem es wirklich darum geht, bei dir anzukommen. Vrksasana, der Baum. Und ich empfehle Hilfsmittel. Eine Wand zum Beispiel. Ehrgeiz bringt uns nicht weiter. Es geht darum, die Erde zu spüren.
Ich unterrichte gerne: zuerst den Boden wahrnehmen, die Füße mobilisieren, und nicht einfach „zack“ in den Baum und dann wackeln und sich ärgern. Auch das Wackeln, das Ärgern, das Umfallen kann man anschauen. Vielleicht kann ich es heute anders machen.
Der Adler, Garudasana, ist für mich auch eine schöne Übung. Du kannst ihn so üben, dass du dir einen Block neben den Fuß stellst und nicht wickelst. Einfach schauen: Wie stehe ich. Wie halte ich mich nach innen und oben.
Vorbeugen mag ich im Februar weich. Mit der Atmung kombiniert. Loslassen und Hingabe üben. Beine hoch, Viparita Karani an der Wand oder unterstützt, ist für mich ebenfalls sehr wohltuend. Und Shavasana ist sowieso ein Highlight, dieses Loslassen.
Februar YogaPraxis
Wenn du eine kleine Praxis magst, dann kann sie so aussehen: Du beginnst in Shavasana. Dann ein bisschen Beinübung. Vielleicht Figur Four im Liegen. Katze Kuh für die Wirbelsäulen Mobilisation. Garudasana Arme im Liegen spüren. Dann über den Vierfüßer in eine sanfte Bewegung, vielleicht ein paar Runden, ohne Druck. Dann Balanceübungen wie Baum und Krieger. Und am Ende wieder zurück über einen Drehsitz in Shavasana. Dabei die tiefe Ausatmung. Weil die Ausatmung das Loslassen unterstützt.
Atmung: zuerst Bauchatmung zum Ankommen. Dann Ujjayi ein paar Atemzüge, fünf bis zehn. Dann Nadi Shodhana, die Wechselatmung, ganz ruhig. Kapalabhati eher erst Mitte Februar, wenn du merkst, es passt und du willst ein bisschen aktiver. Und Brahmari kannst du immer machen, diese Summatmung, die Bienenatmung.
Reflexionsfragen für den Februar
Was möchte ich aktuell in meinem Leben mehr beleuchten. Was darf mehr Licht bekommen.
Was ist mir gerade zu viel. Was möchte ich pausieren.
Was kann ich vereinfachen.
Was will sich mir zeigen im Moment. Wo kriege ich Zeichen, die ich nicht beachte.
Was nährt mich wirklich.
Du kannst ein paar Minuten darüber nachdenken und dir ein paar Dinge notieren. Und wenn du magst, handschriftlich. Ich habe wieder gelesen, dass Menschen, die täglich zehn bis fünfzehn Minuten handschriftlich schreiben, im Alter weniger Probleme mit dem Kopf haben. Schreiben ist einfach auf so viele Arten eine gute Sache.
Essenz
Du musst im Februar nichts beweisen. Du darfst dich neu sortieren. Du darfst neu denken. Ideen sind gut aufgehoben auf Zetteln, in Notiz Apps, in kleinen Ideen Farmen. Und vielleicht verknüpfen sie sich mit der Zeit, so wie bei mir, und kommen dann leichter in die Welt.
Wenn dich Pocket Yoga interessiert: Das sind drei Mal pro Woche Impulse und Übungen, damit du daran denkst, etwas für dich zu tun, nur für dich. Die Übungen dauern ungefähr fünf bis sieben Minuten.


