Vor ein paar Tagen habe ich in der Daily Inspiration der Tapping Solution App eine kleine, ziemlich charmante Allegorie gehört. Sie handelte von einer Schnecke.
Die Botschaft war einfach und gleichzeitig überraschend tief: Sei wie eine Schnecke. Mach langsam und hinterlasse Spuren. Geh hinaus, wenn es regnet. Mach ausgedehnte Nickerchen. Und sieh dich selbst als Delikatesse. Ich musste schmunzeln. Gleichzeitig blieb mir ein Satz besonders im Kopf: Move slow, but make a mark. Bewege dich langsam, aber hinterlasse Spuren.
Langsamkeit. Mein Wort des Jahres. Und dann passierte etwas ganz Alltägliches…
Eine Schnecke in der Putzerei
Ich hatte es eilig. Denn wer zu spät wegfährt, ist immer zu spät. 😏
Ich wollte nur schnell eine Decke in die Putzerei bringen und danach weiter zu meinem nächsten Termin. Als ich das Geschäft betrat, standen die Besitzerin und eine Kundin über ein Kleid gebeugt. Ein Kleid, das vollständig mit Pailletten besetzt war.
Und ich meine wirklich vollständig.
Ich war sofort begeistert. 😱
Die beiden strichen vorsichtig über den Stoff und überlegten, wie man so ein Kleid überhaupt reinigen könnte. Sie waren so vertieft in ihre Überlegungen, dass sie mich gar nicht bemerkten.
Also stand ich da, mit meiner Decke und wartete.
Eigentlich hatte ich es ja eilig. Trotzdem habe ich den beiden ein paar Minuten zugesehen. Ja, zwei sind ein Paar. 😏 Irgendwann habe ich nachgefragt, ob ich meine Decke inzwischen abgeben kann.
In diesem Moment fiel der Besitzerin auf, dass sie nicht allein im Geschäft war. Ihr Mann kam dazu. Eine Minute später war meine Decke im Korb, ich hatte bezahlt und war wieder draußen.
Fast pünktlich zu meinem nächsten Termin.
Im Warten steckt immer eine Lektion
Als ich später darüber nachgedacht habe, wurde mir klar, dass mich nicht die Situation gestört hat, sondern mein Gefühl dabei.
Ich mag es nicht, wenn man mich warten lässt.
Warum?
Das kann viele Gründe haben. In meinem Fall hat es viel mit Kontrollverlust zu tun. Ich mag es nicht, wenn ich das Gefühl habe, die Kontrolle über meinen Tag zu verlieren. Das ist eine ehrliche Beobachtung über mich selbst. Und ja, daran kann ich arbeiten.
Gleichzeitig habe ich bemerkt, dass mich dieselbe Situation an einem anderen Tag vermutlich gar nicht gestört hätte. Vielleicht hätte ich mich sogar länger mit dem Kleid beschäftigt. Ich hätte wahrscheinlich sogar ein paar Tipps gehabt. 😅
Schaffe dir einen Selfcare-Moment
In diesem Moment bestand Selfcare einfach darin, nachzufragen, ob ich meine Decke inzwischen abgeben kann. Das hat funktioniert.
Und gleichzeitig habe ich danach gemerkt, dass es noch andere Möglichkeiten gegeben hätte.
Die bessere Selfcare-Aktion
Vielleicht wäre Selfcare auf einer anderen Ebene gewesen, früher loszufahren, vielleicht wäre es auch eine Möglichkeit gewesen, die Decke einfach ein anderes Mal abzugeben. Der Winter hat jetzt ohnehin einmal Pause. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, früher nachzufragen, ohne innerlich schon genervt zu sein…. oder, wenn ich es gekonnt hätte, einfach zu warten und mich zu entspannen. 😏
Du hast mehr Möglichkeiten, als du denkst
Diese kleine Alltagsszene hat mich an etwas erinnert, das ich immer wieder in meiner Arbeit erlebe. Du hast fast immer mehr Möglichkeiten, als du im ersten Moment denkst. Besonders dann, wenn du dich selbst kennst. Wenn du deine Bedürfnisse ernst nimmst. Und wenn du bereit bist, danach zu handeln.
Manchmal bedeutet Selfcare nicht, perfekt zu reagieren. Manchmal bedeutet Selfcare einfach, überhaupt zu reagieren. Eine Frage zu stellen. Eine kleine Grenze zu setzen. Oder eine Entscheidung zu treffen, die dir gerade guttut.
Selfcare deluxe
Vielleicht ist genau das die Weisheit der Schnecke. Langsam gehen. Mit Bewusstsein. Und Spuren hinterlassen, eben Selfcare deluxe.
Fast so schön wie ein Kleid voller Pailletten.
Deine persönliche Selfcare-Aktion
Langsamkeit ist mein Wort des Jahres, weil ich keine Lust mehr habe mich zu verheizen, ich mache die Dinge in einer ruhigeren Weise als zuvor. Ich nehme mir täglich Zeit für 30 Minuten Power-Nap und höre auf über meine Grenzen zu gehen. Easy does it. Ich bin immer wieder verwundert wie viel sich trotzdem – oder gerade deswegen in meinem Tag ausgeht.
Wie machst du das? Bist du bei dir wenn du Stress hast, oder setzt du noch eins drauf.
Auch ich lerne immer wieder neu, freundlich mit mir zu sein. Der Moment in dem es mir auffällt ist der in der Veränderung möglich wird.
Wenn du üben möchtest, regelmäßig daran erinnert zu werden, etwas für dich zu tun, lade ich dich in mein Pocketyoga ein. Bis 9. März 2025 gilt noch der Einstiegspreis von 96 Euro für 3 Monate. 3x pro Woche eine Übung, dazwischen kleine Erinnerungen. Einfach deine Selfcare to Go. Die Übungen sind einfach und können überall geübt werden.


