Über innere Antreiber, kleine Schritte und den Weg zurück zu dir
Wie will ich eigentlich leben?
Es gibt Gespräche, die entstehen nicht aus einem klaren Plan, sondern aus einem Gefühl heraus. So war dieses Gespräch mit Jasmin. Wir haben uns hingesetzt und einfach begonnen, und ziemlich schnell wurde klar, dass wir beide aus einer ähnlichen Richtung kommen, auch wenn unsere Zugänge unterschiedlich sind. Im Kern geht es um etwas, das viele Frauen kennen: dieses permanente Funktionieren, dieses Weitermachen, dieses Sich-selbst-Übergehen. Und gleichzeitig taucht darunter eine ganz leise, aber sehr entscheidende Frage auf: Wie will ich eigentlich leben?
Entschleunigung ist eine bewusste Entscheidung
Jasmin bringt gleich zu Beginn einen Satz mit, der das ganze Gespräch trägt: Entschleunigung ist eine Liebeserklärung an dein Leben. 😍Und das sagt sie nicht, weil sie schon immer so gelebt hat, sondern weil sie lange genau das Gegenteil gemacht hat. Immer weiter, immer schneller, immer das Nächste. Und dabei ist sie an vielem vorbeigelaufen, was das Leben eigentlich ausmacht. Dieses bewusste Innehalten, dieses ehrliche Hinschauen, dieses Fragen, was ich eigentlich will und brauche, ist keine Schwäche, sondern eine Entscheidung, die uns zurück in die eigene Führung bringt.
Der Körper sendet Signale, lange bevor wir hinschauen
Wir sprechen im Podcast auch über Burnout und über diesen Moment, wo man im Rückblick sagt, man hat es nicht bemerkt. Gleichzeitig wird deutlich, dass der Körper oft sehr früh beginnt zu sprechen. Schlechter Schlaf, Erschöpfung, Unzufriedenheit, Druck und das Gefühl, nur noch zu funktionieren, sind klare Hinweise. Dinge, die früher Freude gemacht haben, werden zu Aufgaben. Und trotzdem suchen wir die Ursache oft im Außen und nicht in der Art, wie wir leben. Genau das macht es so herausfordernd, rechtzeitig hinzuschauen.
Das Bild der „guten Frau“ hält uns im Funktionieren
Ein zentraler Punkt im Gespräch ist das Frauenbild, mit dem viele von uns aufgewachsen sind. Die gute Frau kümmert sich, die gute Frau funktioniert und stellt sich selbst zurück. Oft bedeutet das auch, dass sie am Ende des Tages erschöpft ist, aber alle anderen zufrieden sind. Dieses Bild zeigt sich im Alltag in kleinen Momenten. Du bist müde und gönnst dir keine Pause, du spürst deine Grenze und sagst nichts, du stellst dich hinten an. Genau diese scheinbar kleinen Situationen sind es, die langfristig den größten Einfluss haben.
Veränderung beginnt in kleinen Schritten
Wenn es um Veränderung geht, sind wir uns einig, dass sie nicht im Großen beginnt. Nicht radikal und nicht mit Druck, sondern in kleinen, machbaren Schritten. Fünf Minuten für dich, zehn Minuten Pause oder eine bewusste Entscheidung im Alltag können bereits viel verändern. Diese kleinen Schritte stärken das Gefühl, handlungsfähig zu sein und das eigene Leben gestalten zu können, statt nur darauf zu reagieren.
Verstehen und Handeln gehören zusammen
Im Gespräch wird auch deutlich, dass es unterschiedliche Zugänge gibt. Einer fragt eher nach dem Warum und möchte verstehen, wo Muster und Glaubenssätze herkommen. Der andere fragt nach dem Wie und richtet den Fokus darauf, was jetzt konkret verändert werden kann. Beides ist wichtig. Das Verstehen bringt Klarheit und Mitgefühl für sich selbst, während das Handeln im Hier und Jetzt die tatsächliche Veränderung ermöglicht.
Innere Antreiber erkennen statt gegen sich arbeiten
Jasmin arbeitet viel mit inneren Antreibern oder Saboteuren. Das sind Anteile in uns, die ursprünglich aus Stärken entstehen, aber zu dominant geworden sind. Empathie wird zu ständigem Kümmern um andere, Leistungsfähigkeit wird zu Druck und Aktivität wird zu innerer Unruhe. Viele Frauen kennen diesen inneren Druck sehr gut. Der erste Schritt ist nicht, alles sofort zu verändern, sondern diese Anteile überhaupt zu erkennen und zu verstehen, wie sie wirken.
Selbstführung beginnt bei dir
Ein Gedanke, der sich durch das gesamte Gespräch zieht, ist die Idee der Selbstführung. Auch ohne Team sind wir die Führungskraft in unserem eigenen Leben. Wir treffen Entscheidungen, wir gestalten unseren Alltag und wir setzen Prioritäten. Entschleunigung wird dadurch zur Grundlage für gute Entscheidungen, weil wir nur in der Ruhe überhaupt wahrnehmen können, was wirklich wichtig ist.
Ein klares Zeichen, dass du hinschauen darfst
Eine sehr klare Orientierung im Gespräch ist die Frage, wann der richtige Moment ist, um hinzuschauen. Wenn du abends ins Bett gehst und dich nicht mehr auf den nächsten Tag freust oder morgens aufwachst und denkst, wie du diesen Tag überstehen sollst, dann ist das ein deutliches Signal. Es braucht keinen Zusammenbruch, um zu beginnen. Oft reicht dieses Gefühl, um den ersten Schritt zu machen.
Es ist ein Weg, kein Ziel
Am Ende bleibt vor allem die Erkenntnis, dass es kein Ziel gibt, das man einmal erreicht und dann ist alles gelöst. Es ist ein Prozess. Ein Weg, auf dem du immer wieder hinschaust, Entscheidungen triffst und dich neu ausrichtest. Und genau darin liegt auch eine große Entlastung, weil du nicht alles auf einmal verändern musst.
Zum Schluss: Wenn dich dieses Thema anspricht und du merkst, dass du dich in vielen Momenten wiedererkennst, dann schau dir unbedingt Jasmins Arbeit an. Du findest sie hier: https://www.happiemotion.de/
Vom 7. bis 11. April gibt es eine neue 0 € Challenge. In fünf Tagen gehst du erste Schritte, um weniger runterzuschlucken und ehrlicher auszusprechen, was in dir vorgeht.
Und wenn du dir im Alltag kleine, machbare Selfcare-Momente wünschst, dann ist vielleicht auch mein Pocket Yoga etwas für dich: https://www.rani-yoga.at/pocketyoga/
Wenn dir die Folge gefallen hat, hör gerne in den Podcast Krisenfest rein oder teile ihn mit Frauen, die genau das gerade brauchen.
Jasmin über Jasmin
Ich bin Jasmin – Trainerin für mentale Stärke, Stressbewältigung und neue Alltagsroutinen, Meditationslehrerin und EMDR Anwenderin. Ich begleite Menschen, die oft zu viel tragen und wieder mehr bei sich ankommen wollen. Die aufhören möchten, sich kleiner zu machen, als sie sind. Am liebsten arbeite ich mit Menschen, die bereit sind, ehrlich hinzuschauen und sich in kleinen Schritten auf Veränderung einzulassen.
Mein Motto: Entschleunigung ist eine Liebeserklärung an dein Leben. 🐢

